Weinstock Gyula

Gyula Julius Weinstock, Vekony

*11.5.1896 in Kisvarda; +4.11.1944 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 59578

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Ignacz Weinstock *1862 in Örmezö; Holzhändler; +5.8.1930 in Kisvarda

Heirat der Eltern 4.3.1890 in Tornyospalca

Mutter Rosa Goldstein *1871 in Dombrad; +11.3.1937 in Kisvarda

Geschwister

Amalia Weinstock*10.1.1891 in Tornyospalca; oo Samuel Kepecs; + 1917 in Kisvarda

Boske Elisheva Weinstock; oo Sandor Sonnenfeld; +1944

Ester Weinstock*12.5.1892 in Kisvarda; oo 1919 Gyula Eisler; +1944; Tochter Szuszanna

Regina Weinstock *25.1.1894 in Kisvarda; oo 1919 Nandor Kunos; +1944

Beruf Arbeiter im Sägewerk

Adressen Kisvarda, Bocskay ut 31

Heirat 20.10.1920 Irma Pollak, Überlebende

Kinder

Vera Weinstock * ca 1922, Überlebende

Weiterer Lebensweg

Volks-, Mittel-, Handelsschule

1915-1916 Infanterist der ungarischen Armee im 1. WK

24.4.1944 verhaftet in Kisvarda

2.6.1944 Deportation aus Ungarn nach Auschwitz

21.-23. 6.1944 1.Transport aus Auschwitz mit 434 Ungarn, Tschechen, Russen, Polen und Rumänen (Häftlingsnummern 59501-59934) 

24.6. 1944 Ankunft in Buchenwald aus Auschwitz

26.6.1944 Eintreffen im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

mit dem Eintreffen von 434 überwiegend ungarischen Juden, die von Auschwitz dem Lager Buchenwald überstellt waren, wurde das Lager „eröffnet“.

16.9.1944 (Häftlingsnummern 82008-83349)

Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

20.-21. 8. 1944 270 ungarische Juden aus Auschwitz (Häftlingsnummern 84001-84270) direkt dem Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße überstellt

31.10.1944 von der Lagerverwaltung Buchenwald erst zu diesem Datum erfasst

November 1944 500 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

4.11.1944Tod im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

Todesursache: Tod bei feindlichem Fliegerangriff

12.11.1945 Suchanzeige in Salzburg durch die Witwe Irma und Tochter Vera

Gedenken

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

5.4.2009 Page of Testimony für Gyula von Nichte Shoshana Weisz-Eisler

Quellen

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Weinstock&s_firstName=Gyula&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

Emlekkonyv Kisvarda es Kornyeke Zsidosaga; (Yiddish, Hungarian). Tel Aviv, 1980

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/86648276?s=Weinstock%20Gyula&t=0&p=1

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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