Heinrich Mihaly

Mihaly Heinrich

*27.9.1916 in Cluj, Kolosvar, Klausenburg; Überlebender

Buchenwald – Häftlingsnummer 134064

Staatsangehörigkeit Rumäne, Ungar (1940-1947)

Vater

Mutter

Geschwister

Beruf Uhrmacher, Feinmechaniker

Adressen Kiszeg

Heirat ja

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

19.3.1944 Besetzung Ungarn durch die deutsche Wehrmacht „Unternehmen Margarete“

Otto Winkelmann, General der Waffen-SS und SS-Obergruppenführer, wird Höherer SS-und Polizeiführer für Ungarn

Aufstellung des Sondereinsatzkommandos der SS unter Leitung von Adolf Eichmann für die geplanten Juden-Deportationen

27.4. bis 11.7.1944 Deportation 437.000 ungarischen Juden zumeist nach Auschwitz

7.5.1944 Verhaftet in Kolozsvar

18.000 Juden aus der Region Klausenburg in das Ghetto „städtische Ziegelei“ eingeschlossen

1.-5. Juni 1944 Auschwitz

Juni 1944 Deportation in das Außenlager Hirschberg (Jelenia Gora, Riesengebirge) des KL Groß Rosen

Juni 1944 -24.2. 1945 Hirschberg Außenlager von Groß-Rosen; 4 Wochen Waggons ausladen, dann Arbeit im Askania Werk; Arbeit in der Zellwollindustrie

24.2.1945 Fußmarsch ins Lager Gobienz; dann Transport in offenen Waggons von Groß-Rosen nach Buchenwald

Registriert in Buchenwald mit der Häftlingsnummer 134064

7.3.1945 im Krankenrevier in Buchenwald aufgenommen

8.3. – 4.4. 1945 KL Buchenwald Unterbringung zunächst im  Block 58

13.3.1945 Notiz „x2“ in der Revierkarte

Notiert auf der Arbeitskarte „19“ Code für Block 19

Arbeit im Steinbruch

Anfang April Todesmarsch mit 1600 Häftlingen

Nach vier Wochen kommen 70 in „Lagensburg“ ( Regensburg?) noch lebend an

KZ-Häftlinge ziehen Ende April 1945 von den Außenlagern bei Kaufering in Richtung Dachau. Die Aufnahme entstand an der Neuen Bergstraße in Landsberg a. Lech. (Stadtarchiv Landsberg, BildA_003232)

Befreiung durch US-Truppen

Spital-Aufenthalt in Traunstein

5.7.-11.8.1945 in Traunstein, beim Bürgermeister untergebracht, Schaumburger Straße 4

10.9.1945 in Budapest, will weiter nach Kolosvar zur Ehefrau

auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

Gedenken

Laut Gedenkbuch irrtümlich Tod am 4.11.1944 nach Bombenangriff im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

Quellen

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Heinrich&s_firstName=Mihaly&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/6077472?s=Heinrich%20Mihaly%201916&t=222836&p=1

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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