Rosenberger Jenö

Jenö Rosenberger

*28.5.1903 in Koloszvar

Buchenwald – Häftlingsnummer 59740

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Josef Rosenberger; Schmied

Mutter Janko Neiss

Geschwister

Beruf Autoschlosser, Kraftfahrer

Adressen Gyolu, Koloszvar, Fö ut 354

Heirat Elisabeth Rac

Kinder

Weiterer Lebensweg

6 Jahre Volksschule

Militärdienst als Infanterist

1941-1943 Arbeitsbataillon der ungarischen Armee

19.3.1944 Besetzung von Ungarn durch die deutsche Wehrmacht „Unternehmen Margarete“

Otto Winkelmann, General der Waffen-SS und SS-Obergruppenführer, wird Höherer SS-und Polizeiführer für Ungarn.

Aufstellung des Sondereinsatzkommandos unter Leitung von Adolf Eichmann für die geplanten Juden-Deportationen

27.4. bis 11.7.1944 Deportation 437.000 ungarischen Juden zumeist nach Auschwitz

3.5.1944 Verhaftet in Gyolu, Kolozsvar

18.000 Juden aus der Region Klausenburg in das Ghetto, die städtische Ziegelei, eingeschlossen

10.6.19444 deportiert nach Auschwitz

21.-23. 6.1944 1.Transport aus Auschwitz mit 434 Ungarn, Tschechen, Russen, Polen und Rumänen (Häftlingsnummern 59501-59934) 

24.6. 1944 Ankunft in Buchenwald aus Auschwitz

26.6. 1944 Eintreffen im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

mit dem Eintreffen von 434 überwiegend ungarischen Juden, die von Auschwitz dem Lager Buchenwald überstellt waren, wurde das Lager „eröffnet“.

Aufbau des Außenlagers des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt und Teilen der Lagerbaracken; 16 Häftlinge sofort und weitere 17 später an den Folgen verstorben

29.12.1944 vom Lager Bochum geflüchtet mit vier weiteren Ungarn

Kein weiteres Lebenszeichen

Gedenken-

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/6949321?s=59740&t=222836&p=1

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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