Weisz Arpad

Arpad Weisz

*9.12. 1895 (1899) in Teplitz; +24.11.1944 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 84262, Roter Winkel mit U

Staatsangehörigkeit Ungar

Religion röm.-kath.

Vater Bor Weisz; Rechtsanwalt; + vor 1944

Mutter Regina Steiner, Budapest;

Geschwister

Beruf Arbeiter

Adressen Budapest, Bacskai ut 22

Heirat Roza Rusha Müller *27.3.1908; + 1944 in Auschwitz

Sohn

Tibor Weisz *25.4.1928 in Budapest; Bochum; Buchenwald

Weiterer Lebensweg

19.3.1944 Besetzung von Ungarn durch die deutsche Wehrmacht „Unternehmen Margarete“

Otto Winkelmann, General der Waffen-SS und SS-Obergruppenführer, wird Höherer SS-und Polizeiführer für Ungarn.

Aufstellung des Sondereinsatzkommandos unter Leitung von Adolf Eichmann für die geplanten Juden-Deportationen

27.4. bis 11.7.1944 Deportation 437.000 ungarischen Juden zumeist nach Auschwitz

Verhaftung und Deportation mit Ehefrau und Sohn Tibor nach Auschwitz

20.-21. 8. 1944 270 ungarische Juden aus Auschwitz (Häftlingsnummern 84001-84270) direkt dem Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße überstellt, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

31.10.1944 von der Lagerverwaltung Buchenwald erst zu diesem Datum erfasst

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt und Teilen der Lagerbaracken; 16 Häftlinge sofort und weitere 17 später an den Folgen verstorben

24.11.1944 Tod im Außenlager Bochumer Verein

Diagnose der Werksärzte des Bochumer Verein: Herzmuskelschwäche bei Pneumonie und rechts Darmkatarrh

Bis Ende November erfolgten die Einäscherungen im Krematorium Essen oder Bochum

18.3.1945 Sohn Tibor von Bochum nach Buchenwald verlegt

Gedenken

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

26.5.1995 Pages of Testimony für Arpad, Roza und Tibor von Schwager Jona Müller

Quellen

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/7395598?s=Arpad%20Weisz&t=222836&p=1

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/7399420?s=84265%20Weisz&t=222836&p=1

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Weisz&s_firstName=Arpad&s_place=Budapest&s_dateOfBirth=&cluster=true

Holocaust Documentation Center and Memorial Collection Public Foundation, Budapest

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&advancedSearch=true&sln_value=Miler&sln_type=synonyms&sfn_value=Yona&sfn_type=synonyms

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Hubert Schneider, Ungarische Juden als Zwangsarbeiter in Bochum: das Schicksal von John Chillag. In: Jan Erik Schulte (Hrsg) Konzentrationslager in Rheinland und Westfalen 1933-1945, Paderborn 2004, Seite 227 bis 244

Rolf Abrahamsohn, Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist? Klartext, 2010

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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