Mendelsohn Abraham

Abraham Mendelsohn

*10.3.1886 in Budfalu, Slowakei; +20.10.1944 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 59893

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Bernat Mendelsohn; Glaser; +1890

Mutter Sara Edelstein; +1895

Geschwister

Beruf Schmied

Adressen

Heirat Roza Kaufmann; + in Auschwitz

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

Keine Schule besucht

1914-1918 Infanterist in der ungarischen Armee

19.3.1944 Besetzung von Ungarn durch die deutsche Wehrmacht „Unternehmen Margarete“

Otto Winkelmann, General der Waffen-SS und SS-Obergruppenführer, wird Höherer SS-und Polizeiführer für Ungarn.

Aufstellung des Sondereinsatzkommandos unter Leitung von Adolf Eichmann für die geplanten Juden-Deportationen

27.4. bis 11.7.1944 Deportation 437.000 ungarischen Juden zumeist nach Auschwitz

3.5.1944 Verhaftet in Bistritz

10.6.1944 Deportation aus Ungarn nach Auschwitz mit der Ehefrau

21.-23. 6.1944 1.Transport aus Auschwitz mit 434 Ungarn, Tschechen, Russen, Polen und Rumänen (Häftlingsnummern 59501-59934) 

24.6. 1944 Ankunft in Buchenwald aus Auschwitz

26.6. 1944 Eintreffen im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

mit dem Eintreffen von 434 überwiegend ungarischen Juden, die von Auschwitz dem Lager Buchenwald überstellt waren, wurde das Lager „eröffnet“.

Aufbau des Außenlagers des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

20.10.1944 Tod im Außenlager Brüllstraße, Bochum

Diagnose der Werksärzte des Bochumer Verein: Herz- und Kreislaufschwäche bei Nierenentzündung

Bis Ende November erfolgten die Einäscherungen im Krematorium Essen oder Bochum

Gedenken

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Quellen

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=7301038&ind=1

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/6609964?s=Buchenwald%20Mendelson&t=222836&p=1

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Hubert Schneider, Ungarische Juden als  Zwangsarbeiter in Bochum, in: Jan Erik Schulte (Hrsg) Konzentrationslager in Rheinland und Westfalen 1933-1945, Paderborn 2004

Rolf Abrahamsohn, Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist? Klartext, 2010

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.