Bunk Wilhelm

Wilhelm Bunk

*25.8.1897 in Lodz; +16.3.1945 im HKB Buchenwald mit Lungen-TBC

Buchenwald – Häftlingsnummer 29790

Gruppe: ASR (Arbeitscheu Reich)

Staatsangehörigkeit staatenlos

Partei, Organisation

Religion ev.

Vater unbekannt

Mutter Amalie Bunk

Geschwister

Beruf Presser, Sattler, Schuhmacher

Adressen Forst in der Lausitz, Gubener Straße 4

Heirat ledig

Kinder ein uneheliches Kind

Weiterer Lebensweg

Volksschule

14 Vorstrafen für Diebstahl, Betrug, Urkundenfälschung

6 Jahre Gefängnis, 14 B.Z.

2.11.1943 verhaftet durch Kripo Frankfurt/Oder;

27.1.1944 Eingewiesen nach Buchenwald durch die Kripo Frankfurt/Oder; Block 64

3.3.1944 Entwässerungskommando

15.3.1945 Kommando Holzhof

Mai 1944  Verdacht auf Lungen-TBC bei Röntgen-Reihenuntersuchung

15.8.1944 Ankunft von 1635 „politischen Polen“ aus Auschwitz in Buchenwald

21.8.1944 Transport 400 polnischer, nicht jüdischer Häftlinge kommt aus Auschwitz nach Registrierung in Buchenwald in das Buchenwald – Außenlager Eisen- und Hüttenwerke Bochum, Castroper Straße 228. Die Unterkünfte des KZ Außenlagers der Eisen- und Hüttenwerke AG Bochum lagen innerhalb der Werksmauern zwischen der Castroper Straße, der Karl-Lange-Straße und der in das Werk führenden Bahnlinie. Die genaue Lage dieser Unterkünfte unbekannt.

Wilhelm Bunk kommt als Funktionshäftling, Kapo auf die Transportliste

Die Bewachung des Lagers übernahm die zum Außendienst nach Bochum abkommandierte SS-Wache des KZ Buchenwald. Lagerkommandant war SS-Oberscharführer Johann Schmidt

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt und drei Lagerbaracken; EHW bleiben verschont

19. -20.1.1945 Rücktransport von 198 „nicht mehr geeigneten“ Häftlingen nach Buchenwald, davon 10 aus den EHW

27.2.1945 Aufnahme im Krankenrevier Block 64

16.3.1945 Tod in Block 64; Diagnose Lungen-TBC bds, Gesichtserysipel; es besteht der Verdacht auf Tötung durch Phenolinjektion „Saal 25“, HKB, Innere Station, Baracke 6, Saal 25–28

Unterschrift SS Lagerarzt Bender

Gedenken

Quellen

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/5956641?s=29621&t=222836&p=1

Hessisches Sterberegister, 1850-1958 – Wilhelm Bunk

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Hubert Schneider, Ungarische Juden als Zwangsarbeiter in Bochum, in: Jan Erik Schulte (Hrsg) Konzentrationslager in Rheinland und Westfalen 1933-1945, Paderborn 2004

Rolf Abrahamsohn, Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist? Klartext, 2010

Kogon, Eugen, Der SS-Staat, 1974, Verlag Kindler

Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.) Buchenwald – Mahnung und Verpflichtung, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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