Fritz Jakob Springer
*24.9.1915 in Oettingen, Nördlingen; ✡ 19.7.1942 in Majdanek
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Ludwig Ascher Springer *4.12.1878 in Oettingen; ✡ 24.12.1938 in Frankfurt
Mutter Betty Herz *15.10.1889 in Rastatt; ✡ in der Shoah
Geschwister

Erich Baruch Benno Springer *13.10.1916 in Oettingen; ✡3.1.1991 Israel;

Bruder Erich oo Rosa Sieradski *24.10.1914 in Freiberg, Sachsen
Erna Springer *22.12.1917 in Oettingen
Beruf –
Adressen Oettingen; Hardheim; Paderborn; Frankfurt, Zeil 14
Heirat ledig
Kinder
Weiterer Lebensweg
26.7.1937 Ankunft von Bruder Erich in Haifa
10.11.1938 Vater Ludwig in Frankfurt und Fritz in Hardheim verhaftet im Novemberpogrom

Fritz „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21354;
Vater Ludwig „Schutzhaft“ in Buchenwald; Häftlingsnummer 29415
14.12.1939 Vater Ludwig entlassen aus Buchenwald
16.12.1938 Fritz entlassen aus Dachau
24.12.1939 Vater Ludwig erliegt in Frankfurt den erlittenen Haftfolgen
17.5.1939 in Hardheim, Buchen bei Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Mutter und Schwester Erna in Frankfurt bei Minderheiten-Volkszählung
Lehrgut Ellguth
Wener Salomon zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth
Die Eröffnung des Lehrgutes Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937. Die Leitung wurde Edgar und Elly Freund von der „Jüdischen Jugendhilfe Berlin“ übertragen. Zur Eröffnung kam als Madrich für die Landwirtschaft Georg Josephsthal, zuvor Generalsekretär des Hechaluz und im Merkas des Habonim. Seine Frau Senta übernahm die Milchwirtschaft des Gutes. Als landwirtschaftlicher Inspektor wurde der Nichtjude Bless eingestellt. Bis zu 100 Chaluzim wurden hier ausgebildet.
Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth durch den BACHAD mit 40 Chaluzim; Die Leitung übernahmen Armin und Hermine Duschinski aus Wien.
24.-27.5.1940 neun Chaluzim wechseln als Gruppe aus Ellguth in das Umschulungs- und Einsatzlager Paderborn Rolf Apfel, Lothar Ascher, Herbert Brinitzer, Hermann Burstein, Walter Lion, Werner Salomon, Fritz Springer, Isbert Weinberg, Georg Witkowski. Zwischen 1939 und 1941 gingen insgesamt 21 von Ellguth nach Paderborn.
25.5.1940 aus dem Hachscharalager Klein-Schnellendorf bei Oppeln zusammen mit Herbert Brinitzer und Hermann Burstein ins Umschulungs- und Einsatzlager Paderborn, Grüner Weg
23.6.1939 Vertrag zwischen der RVJD und der Stadt Paderborn zur Errichtung des Umschulungs- und Einsatzlagers Paderborn, Grüner Weg 86;
14.5.1941 abgemeldet aus Paderborn nach Frankfurt, Zeil 14; vermutlich weil die alleinstehende Mutter zur Deportation ins Ghetto Lodz eingetragen ist
11.4.1942 vermutetes Transportdatum von Frankfurt nach Majdanek; Listen liegen nur für die Anfangsbuchstaben A-K vor.
Gedenken
19.1.1956 Pages of Testimony für Fritz und seine Eltern von Bruder Baruch Springer
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de973446
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de973431
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de973437
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de583382
Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11875368&ind=3
https://www.leo-bw.de/themenmodul/juedisches-leben-im-suedwesten/orte/baden/hardheim
Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7
Ernest W. Michel, „Promises Kept – Ein Lebensweg gegen alle Wahrscheinlichkeiten“, 2013
Kurt Salinger, Nächstes Jahr im Kibbutz, Paderborn 1998