Kaufmann Ernst

Ernst Gad Kaufmann

*28.9.1918 in Berlin; ✡ in Israel

Ernst Kaufmann 1939 im Werkdorp, Mitte

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Alfred Kaufmann *6.12.1884 in Köln ✡ 21.12.1957 in Amsterdam

Heirat der Eltern 13.5.1915; 10.2.1946 Scheidung in Jerusalem

Mutter Paula Lea Adler *13.12.1886 in Frankfurt; ✡ ? in Israel

2. Ehe des Vaters am 10.9.1946 in Renkum mit Marie Schmiegelski *22.9.1898 in Berlin

Geschwister

Ellen Margot Kaufmann *28.1.1920 in Berlin; ✡ ? in Israel

Ruth und Andrei Salamon

Ruth Kaufmann*24.10.1923 in Berlin; ✡ 3.9.2007 in Israel; oo Andrei Salamon

Herbert Peter Kaufmann *25.12.1925 in Berlin; ✡ ?

Beruf

Adressen Berlin, Württemberger Allee 8; Amsterdam

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

24.10.1933 Emigration der Familie nach Amsterdam

5.2. 1937 Ankunft von Ernst in Barsingerhorn

22.2.1937 Ernst angemeldet als Volontär in Barsingerhorn, Werkdorp Nieuwe Sluis

2.1.1938 alle Werkdorper umgemeldet nach Wieringer Meer

28.4.1938 Schwester Ellen auch ins Werkdorp Wieringer Meer

Ernst Kaufmann und Hans Loeb auf dem Hauptweg Werkdorp Wieringermeer, 1939; Foto Roman Vishniac

27.6.1939 Schwester Ruth von Amsterdam nach Breda

Juli 1939 Ernst und Ellen Kaufmann mit 76 Werkdorpern nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf die SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft von Ernst und Ellen Kaufmann auf der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

6.7.1942 Bruder Peter nach Westerbork; als Maschinenmonteur in Westerbork verpflichtet

28.5.1943 die Familie erhält die „Albersheimverklaring“, die sie zu Palästina-Austauschjuden macht

10.6.1943 Eltern interniert im Judendurchsgangslager Westerbork

11.1.1944 Eltern als Palästina-Austauschjuden von Westerbork in das „Sternlager“ genannte Aufenthaltslager des KL Bergen Belsen

„Transport 222“

3. deutsch-palästinensischer Zivilgefangenenaustausch

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

26.4.1944 von den etwa 1.300 Austauschjuden mit Palästina-Zertifikat werden 272 ausgewählt, vor allem Mitarbeiter des Joodse Raad Amsterdam und deren Familienangehörigen. Sie sollen ausgetauscht werden gegen „Deutsche Templer“, eine Sekte in Jerusalem.

Ende Mai 1944 Reduktion auf die endgültigen 222; Unterbringung in abgesonderter Baracke

Vier Wochen Wartens nach Absage des ursprünglichen Termins

29.6. 1944 222 Austauschjuden aus Bergen-Belsen mit dem Zug über Nürnberg nach Wien; hier kommen noch 61 Engländer und US-Amerikaner aus den Internierungslagern Vittel und Laufen (Salzach) hinzu. Die Fahrt geht über Budapest, Sofia nach Istanbul. In Wien, Istanbul und Aleppo wurden jeweils die Züge gewechselt; den Bosporus überquerte ein Ausflugsdampfer, der die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges auf der asiatischen Seite von Istanbul mit einer mehrstündigen Rundfahrt überbrückte. Ab Aleppo über Beirut erreichte der Transport schließlich Haifa in Palästina.

10.7.1944 Ankunft der Eltern in Haifa

10.2.1946 Scheidung der Mutter von Alfred Kaufmann

1.6.1946 Rückkehr des Vaters nach Amsterdam

21.8.1946 Einbürgerung der Mutter in Palästina

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130317430

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Kaufmann%201884%22%7D

www.groeschlerhaus.eu/quellen/inhaltsseiten/die-erinnerungen-der-juedin-aenne-groeschler-an-ihre-letzten-jahre-in-jever-1933-1939/

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert