Krzeszower Jakob

Jakob Krzeszower-Kohn

*5.4.1922 in Köln; ✡15.2.2009 in Kibbuz Sa‘ad

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Pinkas Kohn *26.7.1896 in Czeschow ; ✡18.9.1967 in Petah Tikwa

Heirat der Eltern 1918 in Frankfurt

Mutter Laya Lea Kreszower *16.3.1896 in Nowy Zmigrod, Jaslo; ✡vor 1945 in Polen

Geschwister

Rachel Rescha Krzeszower *3.8.1920 in Köln; ✡ Sept. 2009 in Haifa; oo Gutmann

Max Krzeszower-Kohn/ Moshe Keny *29.1.1925 in Köln; ✡ 19.3.2005 in Tel Aviv

Rosa Krzeszower *26.9.1930 in Köln; ✡ vor 1945 in Polen

Mina Krzeszower *3.5.1935 in Köln; ✡ vor 1945 in Polen

Adressen Köln, Kleiner Griechenmarkt 90

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant;

Heirat  

Kinder

Weiterer Lebensweg

Jakob Kreszower zur Hachschara in Havelberg

Polenaktion

28.10.1938 Mutter abgeschoben mit den Töchtern Rosa und Mina nach Zbaszyn, wohnt Marcinkowskiego 5

Novemberpogrom

Vater verhaftet in Köln, Alexanderstraße 44

7.12.1938 Internierung des Vaters im KL Dachau, Häftlingsnummer 31537

1939 Emigration des Vaters nach England

1939 Alija von Bruder Jakob und Schwester Rachel nach Palästina

Illegaler Grenzübertritt in die Niederlande

Bruder Max Kreszower auf eigene Faust ohne Visum in die Niederlande; zur Hachschara in den Häusern der Jugendalija in Mijnsheerenland und Loosdrecht; 1942 untergetaucht; 1944 Flucht über die Pyrenäen und im Oktober 1944 Alija auf der SS GUINEE.

Waldgehöft Havelberg

3.2.1937 Jaob Kreszower zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht.

16.11.1936 Richard Horn eingestellt als Betriebsleiter in Havelberg; in dieser Funktion bleibt er bis September 1939.

Belegschaftsliste von Havelberg

30.6.1937

Auf der Belegschaftsliste von Havelberg finden sich neben den angestellten Leitern Horn und Hans Cohn 13 Chaluzim und sieben Chaluzoth darunter auch Jakob Kreszower/Kohn

31.12.1937 Jakob Kohn weiter auf der Belegschaftsliste

30.6.1938 Jakob Kreszower nicht mehr in Havelberg

Im Novemberpogrom 1938 wird das Gehöft verwüstet. Die jungen Männer über 17 Jahre ins örtliche Polizeigefängnis gebracht. Die Chaluza Annette Eick berichtet:

»Die Frau unseres Leiters (Johanna Horn) war auf der Farm geblieben und stand vor der Entbindung. Das Kind blieb im Bauch, sie hat furchtbar gelitten und ist daran gestorben.«

Johanna Horn ist auf dem jüdischen Friedhof unweit vom Waldgehöft begraben.

12.11.1938 Entlassung der älteren Chaluzim aus dem Polizeigefängnis

1939 eine Gruppe der Havelberger geht nach Holland ins Werkdorp Wieringen.

27.3.1939 Ankunft von Jakob Krzeszower in Haifa mit Studentenzewrtifikat der Kategorie B(III) der Jugendalija

1942 Eintritt von Jakob Krzeszower  in die Palestinian COY Company der Royal Army, später Jewish Brigade

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429795

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130325808

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de906088

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de906086

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de906087

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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