Levy Alfred

Alfred Manfred Levy geb. Goldschmidt

*25.12.1917 in Hamburg; ✡25.1.1943 Auschwitz

Staatsangehörigkeit  staatenlos

Religion jüdisch

Vater Rudolf Levy *21.7.1884 in Hamburg; ✡ 28.10.1941 Hamburg

Heirat der Eltern 24.4.1914

Mutter Martha Goldschmidt *15.9.1883 in Hamburg; ✡ 1942 in Riga

Geschwister

Beruf Malerlehre; Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Hamburg, Kielortallee 22

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Alfred wurde als Sohn von Barthold Goldschmidt geboren und von dessen kinderlos gebliebener Schwester Martha sowie dessen Ehemann Rudolf adoptiert

Novemberpogrom

10.11.1938 Alfred Levy verhaftet

Einweisung als „Aktionsjude“ in das KL Sachsenhausen

17.1.1939 Entlassung aus dem KL Sachsenhausen

Kibbuz Franeker

Der 1935 vom Arzt Dr. Joseph Bramson aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß Dath Waäretz

Das alte Bahnhofsgebäude des Kibbuz Franeker am Harlinger Weg 45 konnte etwa 25 Bewohner aufnehmen.

18.5.1939 angemeldet in Franeker

Kibbuz Franeker Sommer 1939; Alfred Levy stehend 3. von rechts

Klinik „Het Apeldoornsche Bosch“

11.9.1939 abgemeldet aus Franeker, eingewiesen in die Psychiatrie Centraal Israëlitisch Krankzinnigengesticht „Het Apeldoornsche Bosch“

1940-1942 in Amsterdam

April 1942 erneute stationäre Aufnahme in Apeldoorn

20.1.1943 Ankunft des Jüdischen Ordredienst aus Kamp Westerbork in Apeldoorn; Bereitstellung von 40 Güterwaggons am Bahnhof Apeldoorn; die Hälfte des Personals flüchtet

21./22.1.1943 in der Nacht Zwangsevakuierung der gesamten Klinik, „Verladung“ in Güterwaggons 1181 Patienten und 51 jüdischen Krankenschwestern von Apeldoorn nach Auschwitz.

Das in Apeldoorn verbliebene Personal wurde zusammen mit den letzten rund hundert jüdischen Einwohnern Apeldoorns mit einem Linienzug ins Lager Westerbork gebracht und von dort deportiert.

24.1.1943 Ankunft von Alfred Levy auf dem „Krankensondertransport“ im KL Auschwitz. Bei der Selektion werden 16 Männer und 36 Frauen im Lager aufgenommen, die übrigen 692 Menschen übernommen. 1 004 Menschen werden in die Gaskammern geführt.

Gedenken

Stolpersteine für Alfred und seine Mutter in Hamburg, Kielortallee 22

2022 Joods monument Kibboets Franeker Harlingerweg mit 24 Opfernamen

Quellen

https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?MAIN_ID=7&BIO_ID=5341

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Levy%201917%22%7D

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

https://danielabraham.net/tree/related/dora

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130332909

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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