Meyer Werner

Marten Werner Meyer

*15.8.1917 Hamburg; ✡ 19.2.1944 Amsterdam; oo Bessie Levie

Werkdorp

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Joseph Meyer *21.9.1885 in Hamburg; ✡ 17.5.1935 in Hamburg

Mutter Jenny Gittel Berend *11.2.1889 in Utin; ✡15.6.1976 in Cardiff

Geschwister

Ellen Sophie Meyer *2.5.1914 Hamburg; ✡ 4.6.1943 Sobibor; oo Werner Behrends

Ruth Meyer *21.10.1915 Hamburg; ✡ 6.2.2007 Kfar Saba; oo Stern

Horst Jitzchak Meyer *1.10.1919 in Hamburg; ✡ 3.4.1943 in Auschwitz¸oo Betty Meijer *4.1.1915

Eva Meyer *6.6.1928 Hamburg; ✡27.6.2001 Kfar Saba; oo Abraham Katzauer

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant; Bäckerlehrling; Bäcker; Koch

Adressen Hamburg; Utrecht; Franeker; Borculo

Heirat 29.7.1942 Bessi Levie  ✡ 19.2.1943 Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

15.9.1932 Emigration der Mutter und Geschwister von Hamburg nach Utrecht

17.5.1935 Tod des Vaters in Hamburg

Marten Meyer schließt sich der „Deventer Vereeniging tot Vakopleiding“ an

Einzelhachschara in Winterswijks, Arnhem und Oss

Kibbuz Franeker

27.5.1937 Bruder Horst aus Amsterdam kommend angemeldet im Kibbuz Franeker

16.3.1938 Bruder Horst abgemeldet aus Franeker nach Amsterdam; er wohnt bei Dr. med. Isidor Spangenthal, Vorsitzender von Dath Waäretz; Witte de Withstraat 13

18.6.1940 Umzug von Bruder Horstnach Borculo; verm. zur Einzelhachschara der „Deventer Vereeniging“

Joodse Werkdorp Wieringermeer JWW

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

7.7.1937 Werner Meyer geht zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

1.8.1938 formelle Ummeldung von Barsingerhorn auf Wieringermeer

Werner Meyer und Ruth Benjamin in der Backstube des Werkdorps

Auflösung des Werkdorp

20.3.1941 Auflösung des Werkdorp durch den SD der SS; 210 der 290 Lehrlinge werden nach Amsterdam verbracht und in Familien untergebracht; Gerd Vollmann berichtet darüber:

„Am 20. März kamen morgens blaue Busse von der Amsterdamer Gemeindebahn am Rande des Polders. … Die ca. 300 Werkdörfler wurden inspiziert durch Lages in Uniform und Barbie in Zivil.

Willy Lages, SS-Sturmbannführer, Leiter des Sicherheitsdienstes in Amsterdam; Klaus Barbie, SS-Obersturmführer, Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam

Unser Betriebsleiter Kemmerlin sorgte dafür, dass ca. 60 Jungen und Mädels bleiben durften, um das Vieh usw. zu versorgen. Die anderen kriegten 10 Minuten die Gelegenheit, um etwas zu packen und dann wurden wir mit Bussen nach Amsterdam gebracht…“

Werner gehört zu den 60, die noch einige Wochen bleiben dürfen.

Unterbringung der 210 Werkdorper zunächst in Asschers Diamantschleiferei im Amsterdamer „Pijp“

1.8.1941 endgültige Schließung des Werkdorpes

11.9.1941 Werner Meyer wieder in Amsterdam gemeldet; er wohnt bei der Familie seiner Schwester Sophie in der Nieuwe Keizersgracht 45

29.7.1942 Heirat in Amsterdam mit Bessie de Levie aus Berlin

Onderduiker – Tod im Versteck

1943 Werner und Frau Bessie nach Utrecht, um dort unterzutauchen.

Werner Meyer erkrankt im Versteck schwer an einer Lungenentzündung

27.4.1944 Tod in Utrecht

24.7.1945 Bessie Meyer in Utrecht gemeldet, die Witwe Bessie Meyer überlebt im Versteck

Quellen

https://www.joodsmonument.nl/en/page/226700/werner-meijer

https://www.joodsmonument.nl/en/page/25820/horst-meijer

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meijer%20Horst%201919%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meijer%20Martin%201917%22%7D

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de928730

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130341754

https://www.myheritage.de/research

https://historischcentrumfraneker.nl/inwoners

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Bessie%20Levie%201923%22%7D

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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