Lorch Jakob

Jakob Lorch

*9.12.1907 in Bocholt; ✡ 20.2.2000 Liberty, Kentucky

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Nathan Salomon Lorch/Metzger *21.2.1874 Heiden; ✡ 31.7.1934 in Bocholt

Mutter Bertha den Bosch *1890 in Lichtenvoorde; ✡ 16.4.1925 in Bocholt

Onkel

Julius Metzger *16.10.1873 in Heiden; Tod 1943 in Auschwitz

Philipp Lorch *29.11.1879 in Bocholt; 27.1.1942 ab Dortmund nach Riga

Geschwister

Aron Lorch *30.11.1899 in Bocholt; ✡ ? nach 1945 in Argentinien

Frieda Lorch *20.11.1901 in Bocholt; ✡ 26.11.1902 in Bocholt

Amalia Lorch *20.12.1902 in Bocholt; ✡ nach dem 17.3.1943 in Scheveningen; oo Fritz Landau

Norbert Lorch *16.9.1905 in Bocholt; ✡ 27.1.1980 in Bocholt

Helene Lorch *24.10.1906 in Bocholt; ✡ 31.12.1906 in Bocholt

Alfred Lorch *5.2.1911 in Bocholt; ✡ 19.10.1987 Los Angeles

Max Lorch *10.11.1914 in Bocholt; ✡ 1991 Buenos Aires

Beruf Metzger

Adressen Bocholt; Bremen; Berlin; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam, Rijnstraat 35

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

24.9.1938 Emigration von Bruder Max über Paraguay am 3.11.1938 nach Uruguay; 24.2.1941 nach Argentinien

17.5.1939 — bei der Minderheitenzählung

11/1936 von Bremen in die Niederlande

18.3.1937 Jakob Lorch von Berlin nach Amsterdam, Rijnstraat 35

Werkdorp Nieuwe Sluis

7.7.1937 zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung für Jakob Lorch sowie aller Bewohner von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Emigration nach Haiti

24.8.1946 Ankunft von Jakob Lorch in Miami

20.2.2000 Tod von von Jakob Lorch in Liberty, Kentucky, USA

Gedenken

13.4.2016 Stolpersteine für Schwester Amalie und ihren Mann Frits Landau in Aalten; sie starben 1943 im Versteck. Aufgrund des die Widerstandsorganisation gefährdenden Verhaltens von Frits Landau, wurde beschlossen, das Ehepaar zu exekutieren.

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de918445

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1008415

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Lorch%201907%22%7D

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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