Ernst Rosenthal
*14.3.1907 in Ibbenbüren; ✡ 18.6.1883 in Alkmaar
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater David Rosenthal *12.1.1874 in Ibbenbüren; ✡12.2.1943 in Auschwitz
Mutter Regine Epstein *24.4.1874 in Goch; ✡12.2.1943 in Auschwitz
Geschwister
Paul Rosenthal *2.8.1902 in Ibbenbüren; ✡ 15.3.1886 in Santiago de Chile
Helene Rosenthal *4.4.1903 in Ibbenbüren; ✡ 11.10.1994 in Orange; oo Ackermann
Harry Rosenthal *29.12.1903 in Ibbenbüren; ✡ 13.8.1942 in Auschwitz
Herta Rosenthal * 29.12.1903 in Ibbenbüren; ✡ 21.1.1943 in Auschwitz; oo Gerrit Polak
Henny Rosenthal *20.3.1905 in Gelsenkirchen; ✡ 16.7.1943 in Sobibor
Ellen Rosenthal *18.8.1909 in Ibbenbüren; ✡ ? in Santiago de Chile; oo Schattenfeld
Grete Rosenthal *22.5.1911 in Ibbenbüren; ✡ 9.8.1942 in Auschwitz; oo Hond
Ilse Rosenthal *21.9.1913 in Ibbenbüren; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz
Heinrich Rosenthal *5.10.1916 in Ibbenbüren; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz
Beruf Dekorateur und Kaufmann
Adressen Ibbenbüren; Amsterdam
Heirat 13.11.1935 in ASD mit Marianne Peeper *17.11.1899 in ASD
Kinder
Regina Rosenthal *21.12.1936 in Baarn; oo Max Groenteman
Gerrit Rosenthal *18.5.1939 in ASD
Weiterer Lebensweg
13.11.1935 Heirat in Amsterdam in ASD

12.8.1936 Umzug nach Baarne
21.5.1942 Bruder Heinrich heiratet in Amsterdam Sara Citroen
Kamp Westerbork
20.6.1943 Einweisung von Ernst, Marianne, Regina und Gerrit Rosenthal in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 60
Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.
Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.
Familie Rosenthal auf dem 3. Transport mit 908 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen

Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben
6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf diesem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische sowie griechische Juden aus Saloniki.
Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.
Familie Rosenthal auf dem ersten Zug mit der Schwägerin Femina Peper-Wurms *9.8.1906 in ASD und deren Töchtern Lena (*1930) und Branca (*1932)
7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen
12.4.1945 Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften
13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army
Familie Rosenthal als Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben
6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben
Nachkriegszeit
Juli 1945 Familie Rosenthal als Überlebende des Verlorenen Zuges in die Niederlande zurück;
Juli 1945 sie werden von den niederländischen Behörden erneut interniert im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals, zwischen Aachen und Maastricht.
5.9.1945 Rückkehr nach Amsterdam
Gedenken
Quellen
http://www.joodsmonument.nl/en/page/789660/ernst-rosenthal
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130365691
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Rosenthal%20Ernst%22%7D
Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939