
Werner Diamand
*7.12.1905 Berlin; ✡ 8.5.1982 in Amsterdam
Staatsangehörigkeit Österreich
Religion jüdisch
Vater Bernard Diamand *26.12.1872 in Galati; ✡ 19.3.1920 in Berlin
Heirat der Eltern 14.8.1904 in Berlin
Mutter Melanie Orchudesch *5.3.1883 in Wien; ✡24.8.1962 in Amsterdam
Geschwister
Peter Diamand *8.6.1913 in Berlin; ✡ 16.1.1998 in ASD; oo 1947 Maria Curcio (*29.8.1919 Neapel)
Beruf Jurist; Richter am Kantonsgericht; Chef der Centraal Voorl. Lgrt.
Adressen Berlin; Amsterdam,

Heirat 12.4.1938 in Amsterdam Marianna Asscher *1.9.1916 in Zandvoort; ✡ 18.1.1986 ASD
Schwiegervater Abraham Asscher *19.9.1880 ASD; 2.5.1950 ASD
Schwiegermutter Helena de Paauw *6.2.1878 ASD; 18.6.1940 ASD
Kinder –
Frank Bernhard Diamand *12.8.1934 in ASD; 31.7.2025; oo Emsbroek
Nicole Helene Diamand *3.12.1951 in ASD; oo Chiquila
Weiterer Lebensweg

1933 Richter am Bezirksgericht in Berlin
1933 Flucht aus Berlin mit Mutter Melanie
Bruder Peter Diamand war ein berühmter Musikmanager „Edinburgh-Festival“
SchwiegervaterAbraham Asscher, Direktor der Asscher Diamantfabrieken; er war während der Besatzungszeit Vorsitzender des Joodse Raad in Amsterdam
Ab April 1941 hat Werner Diamand als Chef der „Centraal Voorl. Lgrt.“ des Joodse Raad eine „Sperre“
2.7.1943 Bruder Peter auf die Paardekralstraat 6 in Amsterdam
Kamp Westerbork
18.11.1942 Mutter Melanie eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork
10.12.1942 Mutter Melanie aus Westerbork entlassen
29.9.1943 Einweisung von Werner, Marianne und Frank Diamand und Melanie Orchudesch in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork
Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.
Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.
Anfang September 1944 gingen die letzten drei Transporte aus Westerbork ab. Der erste nach Auschwitz, der zweite nach Theresienstadt, der dritte nach Bergen-Belsen.

13.9.1944 Dr. Werner, Marianne und Frank Diamand auf dem letzten Transport mit 279 „Privilegierten“ und „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen.
Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben
6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.
7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen
12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften
13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army
Werner, Marianne und Frank Diamand sind Überlebende des in Farsleben gestrandeten Zuges
6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben
Nachkriegszeit
August 1945 Rückkehr nach Amsterdam
Gedenken
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Diamand%201905%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Diamand%201913%22%7D
https://www.mappingthelives.org
https://nl.wikipedia.org/wiki/Frank_Diamand