Burgmann Kurt

Kurt Burgmann

*27.4.1908 in Beuel; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Otto Burgmann *2.1.1879 in Bochum; ✡ 1.2.1942 Ghetto Lodz

Heirat der Eltern 1905

Mutter Betty Schömann *11.10.1874 in Bengel/Beuel ✡ ?

Großvater Heinrich Burgmann

Großmutter Emma Meyer *1840; ✡21.10.1920 in Bochum

Tanten

Berta Burgmann *12.3.1876 in  Bochum; oo Walter Baumgarten

Ottilie Burgmann *29.7.1877 in Bochum; ✡11.8.1932 in Bochum

Geschwister

Harry Otto Burgmann *23.3.1906 in Beuel; ✡ 14.2.1959 in Chicago; oo Inge Ostwald, (*1914, Essen)

Beruf Warenhaus-Verkäufer;Landwirtschaftlicher Volontär; Zimmermann; Kaufmann

Adressen; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam, Borssenburgstraat 29, Meerhuizenstraat 15 II

Heirat 31.10.1934 in Amsterdam Marianne Barzilaij *24.3.1916 in Amsterdam; ✡31.10.1944 Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

Umzug der Familie, Umzug nach nach Beuel

Flucht in die Niederlande

3.10.1934 Heirat in Amsterdam mit Marianne Barzilaij

17.5.1939 Tante Berta Baumgarten in Bochum, Bergstraße 71 bei der Minderheitenzählung

17.11.1939 Bruder Harry und Frau Inge abgemeldet aus Essen

22.11.-2.12.1939 Bruder Harry und Frau auf der SS ROTTERDAM von Rotterdam nach New York

Heimatadresse Vater Otto in Essen

Der Aufbau des Werkdorp Nieuwe Sluis

24.4.1934 Kurt Burgmann als Nr. 3 der Aufbaugruppe angemeldet  zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage

2.12.1936  abgemeldet aus dem Werkdorp nach San Francisco; offensichtlich nicht umgesetzt

26.4.1940 Kurt Burgmann meldet auf dem Polizeirevier am Leidseplein den Diebstahl eines Damenfahrrads

14.1.1941 Auszug von Marianne Barzilaij aus der gemeinsamen Wohnung

15.8.1941 Anzeige in Het Joodsche Weekblad

2.9.1941 Scheidung von Marianne Barzilaij

24.2.1942 Kurt Burgmann meldet auf dem Polizeirevier am Jonas Daniel Meyerplein den Diebstahl seiner Jacke im Cafe „Paris“

Dritte Große Amsterdam Razzia – Erster großer Massentransport aus den Niederlanden

15.7.1942 in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia  Kurt Burgmann verhaftet und nach Hooghalen deportiert; 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; Juli-November mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

15.7.-17.7.1942 Kurt Burgmann auf dem ersten großen Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz

Das offizielle Todesdatum 30.9.1942 ist fiktiv, festgesetzt für alle der mit den frühen Transporten Deportierten

Essen Ghetto Lodz

27.10.1941 Deportation beider Eltern aus Essen ab Düsseldorf ins Ghetto Lodz

1.2.1942 Tod des Vaters Otto Burgmann im Ghetto Lodz

September 1942 Tod der Mutter Betty im Vernichtungslager Kulmhof

Nachkriegszeit

1947 Tante Berta Baumgarten im DP Camp Bremen und Hamburg

11.-20.8.1947 Emigration der Tante Berta und Ehemannn Walter auf dem USS Marinetransporter ERNIE PYLE nach New York

Gedenken

Grabstein für Großmutter Emma Burgmann und Tante Ottilie Burgmann auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

http://www.joodsmonument.nl/en/page/210222/kurt-burgmann

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Burgmann%20Kurt%22%7D

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6424); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Essen2.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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