
Gunter Ikenberg /Gershon Alon
*27.2.1913 in Remscheid; ✡ 22.8.2005 in Dorot, Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Isaak Ikenberg *17.2.1868 in Nieheim; ✡ September 1942 Treblinka
Mutter Martha Alsberg *22.4.1884 in Barmen; ✡ September 1942 Treblinka
Geschwister
Fred Fritz Ikenberg *30.10.1905 ; ✡ 22.10.1989 in Los Angeles; Anna Bernstein (1908-1998)
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen Remscheid; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Dorot

Heirat 26.3.1939 in Ramat Gan mit Irmgard Inge Miriam Kronheim *1.6.1916 in Kowahlen; ✡ 13.5.2009 in Dorot
Schwiegervater Eduard Kronheim *1.6.1885 in Merunen, Treuburg; ✡5.3.1943 Auschwitz
Schwiegermutter Sarah Laumann *22.3.1890 in Dollstädt, Preußisch Eylau; ✡5.3.1943 Auschwitz
Kinder drei
Shulamit Alon *16.5.1943 in Dorot; ✡14.4.1975; oo Mandler
Noami Alon *1949 in Dorot;
Anat Alon *1955 in Dorot;
Weiterer Lebensweg
2.12.1935 Passausstellung für Gunter Ikenberg in Remscheid
6.2.1936 Passausstellung für Irmgard Kronheim in Insterburg
Werkdorp Nieuwe Sluis

13.2.1936 Günter Ikenberg angemeldet zum Aufbau/ zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis
14.1.1937 Irmgard Kronheim zur Hachschara ins Werkdorp
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung der Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer
1.3.1939 Günter Ikenberg und Irmgard Kronheim abgemeldet nach Palästina
21.3.1939 Alija von Günter Ikenberg und Irmgard Kronheim; Einreise in Haifa mit Kapitalistenzertifikat Kategorie A(1) und Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)
26.3.1939 Heirat in Ramat Gan
26.10.1945 Einbürgerung von Günter und Irmgard Ikenberg in Palästina
Flucht in die USA

17.-26.1.1939 Bruder Fritz, Rechtsanwalt, mit Ehefrau Anna Ikenberg auf der SS MANHATTAN von Hamburg nach New York
Theresienstadt – Treblinka

21.7.1942 Beide Eltern auf dem Transport VII/1 von Düsseldorf nach Theresienstadt

26.9.1942 Beide Eltern auf dem Transport B v von Theresienstadt nach Treblinka
Fabrikaktion
17.5.1939 Eduard und Sara Kronheim in Insterburg, Strauchmühlenstraße bei der Minderheitenzählung
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

2.3.1943 Eduard und Sara Kronheim mit 64 Juden aus Ostpreußen, davon allein 18 aus dem Sammellager Altes Schloss in Insterburg ab Tilsit – Insterburg – Stolp nach Berlin und wurde dort dem 32. Osttransport nach Auschwitz angeschlossen.
Gedenken
Stolpersteine für die Eltern Julius und Martha Ikenberg in Remscheid, Martin-Luther-Straße 7
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1005379
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883030
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1095709
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1095474
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5051282
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198488
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198567
https://www.statistik-des-holocaust.de/TT420721-20.jpg
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6276); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_brb_43a.html
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316