Ohringer Ruben

Ruben Ohringer

*25.12.1923 in Köln; ✡ April 1945 in Dachau

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Foto Belg. Nat. Archiv

Vater Moses Samuel Ohringer *13.8.1892 in Radymno; ✡ 1943 in Auschwitz

Mutter Frieda Frumet Weiden *7.1.1896 in Radomysl; ✡ 1934 in Köln

Tante Hene Birnbaum geb. Weiden *29.6.1905 in Radomysl; ✡5.6.1990 Jerusalem; oo Osias Birnbaum

Geschwister

Regina Recha Ohringer 7.5.1926 in Köln; ✡ 21.5.1943 in Sobibor

Isaak Ohringer *15.5.1921 in Köln; ✡ 31.1.1944 in Auschwitz

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Köln, Agrippastraße 40; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Polenaktion

28.10.1938 Vater Moses und Bruder Isaac nach Zbaszyn ausgewiesen

6.12.1938 Flucht von Ruben und Schwester Regina in die Niederlande

6.12.1938 Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321, Amsterdam

25.12. 1938 Koloniehuis Sonsbeek, Schelmseweg 5, Arnhem

21.5.1940 Oostelijke Handelskade, Oostelijke Handelskade 12, Amsterdam

4.6.1940 Institute Valkenburgerstraat, Valkenburgerstraat 186, Amsterdam

28.8.1940 Werkdorp Wieringen, Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen)

Werkdorp Nieuwe Sluis

16.9.1940 Ruben Ohringer angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

16.8.1941 Ruben Ohringer offiziell abgemeldet aus dem Werkdorp

Kamp Westerbork

11.2.1943 Regina Ohringer eingewiesen in das polizeiliche Judendurchsgangslager Westerbork

Regina Ohringer rechts, mit der Familie Birnbaum, Verwandten in Westerbork; u.a. Cousine Soni Birnbaum; Osias Birnbaum ist bekannt als Betreuer der Kinder im Sternlager Bergen Belsen und auf dem Transport „Verlorenen Zug“ nach Tröbitz; Hene Birnbaum war eine geb. Weiden, Schwester der Mutter Frimet Ohringer Copyright: United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC, USA – photograph #79072.

18.5.1943 Regina Ohringer auf dem Transport nach Sobibor

Belgien – Auschwitz

5.9.1940 Ruben Ohringer nach Belgien (mit Kindertransport?)

30.10.1940 Flucht des Vaters mit Bruder Isaac nach Belgien

Foto Belg. Nat. Archiv

August 1942 Festnahme von Ruben Ohringer bei einer Razzia  in Brüssel

30.8.1942 Deportation von Ruben Ohringer auf Transport VIII von Mechelen nach Auschwitz

An der Rampe von Auschwitz wird er zur Zwangarbeit selektiert, er bekommt die Häftlingsnummer 178181 in der linken Unterarm tätowiert

13.4.1943 Bruder Isaac als Strafgefangener Onderduiker im KL VUGHT

1.6.1943 Vater Moses auf Transport XXI ab Mechelen nach Auschwitz

31.1.1944 Tod von Bruder Isaac in Auschwitz

18.1.1945 Auflösung von Auschwitz; Todesmarsch nach Gleiwitz; Groß Rosen

10.2.1945 Ankunft von Ruben Ohringer aus Groß Rosen im KL Buchenwald

10.3.1945 Deportation in das KL Natzweiler, Außenlager Code „Wüste“

April 1945 Tod im KL Dachau nach Todesmarsch Natzweiler-Dachau

Gedenken

Quellen

www.dokin.nl/deceased_children/ruben-ohringer-born-25-dec-1923/

www.dokin.nl/deceased-children/Regina-Ohringer-born-7-May-1926

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de941260

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de485814

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de941257

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de941258

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130348736

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/392267

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/6749595

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Ohringer%22%7D

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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