Sonja Bronstein
*28.5.1922 in Duisburg; ✡ 12.12.2011 in London
Staatsangehörigkeit deutsch

Vater David Israel Bronstein *10.6.1882 in Odessa; ✡ 7.5.1942 in Kulmhof

Mutter Erna Kolski *17.8.1886 in Duisburg; ✡ 7.5.1942 in Kulmhof
Geschwister

Gregor Bronstein *17.3.1921 in Duisburg
Gabriel Bronstein/Ber *1923 in Duisburg; Überlebender
Beruf –
Adressen Duisburg, Kuhlenwall 43; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Enschede

Heirat 17.7.1941 in Enschede mit Abraham Weijel *30.4.1919 Enschede; 28.2.1943 in Auschwitz
Heirat Haym Moussa Ammar
Kinder zwei
Erscha Weijel *1.1.1942; überlebt im Versteck
Weiterer Lebensweg
26.1.1939 Quarantine Beneden Heijplaat, Quarantainestraat 1, Rotterdam
Weitere Aufenthalte
Huize Overvoorde, van Vredenburchweg 174, Rijswijk
Quarantine Beneden Heijplaat, Quarantainestraat 1, Rotterdam
Huis ten Vijver, Dwarsweg 3, Scheveningen
Enschede, Lipperkerkstr. 151, fam. Fältgeheuer
19.1.1941 Jongenshuis, Amsterdamscheweg 1-3, Arnhem
17.7.1941 Heirat in Enschede mit Abraham Weijel

Werkdorp Nieuwe Sluis
Sonja Bronstein soll zeitweilig zur Hachschara im Werkdorp Nieuwe Sluis gewesen sein
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
Düsseldorf – Lodz – Kulmhof

27.10.1941 beide Eltern aus Duisburg auf dem Transport Düsseldorf nach Lodz
6.5.1942 Deportation beider Eltern aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof
Kamp Westerbork
Das Eheparr Weijel geht mit Tochter Erscha in Enschede ins Versteck
Ehemann Abraham Weijel vermutlich im Versteck gefasst und mit weiteren Onderduikern aus Enschede in das polizeiliche Judendurchgangslager überstellt.

18.10.1942 Deportation des Ehemanns von Westerbork nach Auschwitz
28.2.1943 Tod des Abraham Weijel in Auschwitz
Nachkriegszeit
Sonja und Tochter Erscha Weijel überleben im Versteck
28.7.1945 Sonja Weijel in Almelo gemeldet
Auswanderung nach England
Heirat mit Chaim Ammar
12.9.1955 Sonja Ammar eingebürgert als British Citizen
Gedenken
27.9.1955 Pages of Testimony für die Eltern von Bruder Gabriel Ber
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de848721
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de848721
www.dokin.nl/surviving_children/sonja-bronstein-born-28-may-1922/
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Duisburg1.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130399337
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Bronstein%22%7D
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://danielabraham.net/tree/related/dora
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316