Grünpeter Hanni

Hanni Grünpeter

*3.8.1918 in Breslau; ✡ 21.4.1979 in Israel; oo Ernst Jeruschinsky/Jaron

Staatsangehörigkeit deutsch; staatenlos

Vater Emil Grünpeter *10.8.1874 in Königshütte; ✡ 18.1.1938 in Breslau

Mutter Recha Juliusburger *29.4.1887 in Kattowitz; ✡ März 1943 in Auschwitz

Geschwister

Foto Roman Vishniac

Martin Grünpeter/Mordechai Sela *12.1.1914 in Breslau; ✡ 17.3.1990 in Israel; Herta Ehmann verw. Baran (*13.11.1907; ✡22.12.1972)

Charlotte Naomi Grünpeter*17.11.1911 in Breslau; ✡ 17.3.2007 Israel; oo Manfred Süsskind

Cousin

Georg Grünpeter *24.2.1914 in Rosenberg; Werkdorp; ausgewiesen

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Breslau, Körnerstraße 24/26; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat Ernst Jeruschinsky/Jaron *3.8.1918 in Breslau; 21.4.1979 Israel

Kinder zwei Jaron

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 Mutter Recha Grünpeter in Breslau, Körnerstraße 24/26 bei Minderheitenzählung

Werkdorp Nieuwe Sluis

7.10.1936 Ankunft von Martin Grünpeter zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

10.11.1936 Martin Grünpeter gemeldet in Barsingerhorn

12.1.1939 Hanni Grünpeter zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

1.1.1938 Bruder Martin Grünpeter auf der Liste der Hechaluz-Mitglieder im Werkdorp

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

3.6.1939 Hanni Grünpeter abgemeldet aus dem Werkdorp zur Alija nach Palästina

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

4.3.1943 Mutter Recha Grünpeter auf dem Transport Breslau -Auschwitz

Gedenken

29.5.1955 Page of Testimony für die Mutter Recha von Naomi Süskind

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de881022

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT430305_Breslau17.jpg

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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