Möller Alex

Heinz Alex Möller

*30.11.1924 in Altona; ✡27.8.1976 in Jerusalem

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Wolf Alexander Möller *31.12.1882 in Altona; ✡13.2.1943 in Westerbork

Mutter Minna David *9.1.1896 in Hamburg; ✡15.6.1975 in Jerusalem

Großvater Heinemann David *26.4.1854 in Barnstedt; ✡10.9.1942 Theresienstadt

Großmutter Dora Rosenbaum *12.9.1867 in Hamburg; ✡7.12.1942 Theresienstadt

Geschwister

Therese Möller/Tirza Jonas *15.6.1920 in Altona; ✡ 23.7.2021 in Bnei Dror, HaSharon; oo Gerhard Gershon Max Jonas(*16.4.1921 in Berlin; ✡ 10.5.2012 in Bnei Dror)

Lotte Möller *12.1.1922 in Altona; Dr. med.; ✡29.12.1968

Heinz Axel Möller *30.11.1924 in Altona; ✡27.8.1976 in Jerusalem

Cousine

Edith Möller *7.3.1908 in Altona; ✡ 28.8.1993 in Hendon, London

Beruf Volontär

Adressen Altona, Hamburg; Amsterdam, Tintorettostraat 13;

Heirat 17.6.1946 in Amsterdam Gerhard Gershon Max Jonas*16.4.1921 in Berlin; ✡ 10.5.2012 in Bnei Dror, HaSharon

Kinder zwei Töchter

Jonas oo Ilan

Jonas oo Shalev

Weiterer Lebensweg

Flucht der Familie Möller nach Amsterdam

18.9.1938 Familie Wolf Möller von Hamburg nach Amsterdam

28.7.1938 (?) Alex abgemeldet nach Ommen, entweder zu Angehörigen in Ommen, hier sollen Verwandte des Großvaters Heinemann David leben oder in die Quäkerschule in Schloss Eerde bei Ommen.

Therese Tirza Möller Ausbildung zur Röntgenassistentin im NIZ Amsterdam -Nederlands Israel. Ziekenhuis

Werkdorp Nieuwe Sluis

5.11.1938 Schwager Gerhard Jonas zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

18.7.-23.8.1940 Alex Möller im Werkdorp

23.8.1940 Alex zurück zum Vater auf die Ambachtsschool (Berufschule), wo der Vater als Aushilfe eingestellt ist

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Schwager Gerd Jonas mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina;

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Hamburg-Theresienstadt

15./16.7.1942 beide Großeltern auf dem Transport VI/1 von Hamburg nach Theresienstadt

Kamp Westerbork

10.12.1942 Therese mit Schwester Lotte und den Eltern Wolf und Minna Möller aus Amsterdam eingewiesen ins polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

13.2.1943 Tod von Vater Wolf Möller in Westerbork

Austauschtransporte von Westerbork nach Bergen Belsen

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

15./16.3.1944 Therese mit Schwester Lotte und Mutter Minna Möller mit Paraguay-Pässen auf dem fünften Transport von 210 „Austauschjuden“ nach Bergen Belsen

Der Verlorene Zug

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt; Therese mit Schwester Lotte und Mutter Minna Möller auf dem Verlorenen Zug

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz,

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

7/1945 sind viele der Tröbitz-Überlebenden im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals

Alex Möller überlebt die Besatzungszeit als „onderduiker“ im Versteck

Nachkriegszeit

22.3.1946 Schwester Therese Möller wieder in Amsterdam

17.6.1946 Heirat von Therese in Amsterdam mit Gerhard Gershon Jonas

7.9.1945 Emigration von Therese und Gerd Jonas nach Palästina

22.12.1954 Mutter Minna emigriert nach Jerusalem

Gedenken

Quellen

https://www.arlt-archiv.info/html/verlorener-transport.php

https://www.joodsmonument.nl/en/page/167518/wolf-alexander-m%C3%B6ller

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Therese%20M%C3%B6ller%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22M%C3%B6ller%201882%22%7D

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130342773

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130343479

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130343471

https://www.statistik-des-holocaust.de/VI1-9.jpg

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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