Rindsberger Paul

Paul Rindsberger

*8.5.1921 in Markbreit; ✡ 1942 in Izbica

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Bernhard Rindsberger*5.2.1878 in Obernheim; ✡ 1942 in Izbica

Mutter Herma Strauß *22.2.1898 in Wachenbuchen; ✡ vor 1942

Geschwister

Beruf Schreiner

Adressen Marktbreit; München, Hohenzollernstraße 4; Würzburg

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Das Lehrlingsheim und die Anlernwerkstatt in München

1.7.1928 Eröffnung des Hauses in der Wagnerstraße 3 mit schulentlassenen Jungen aus dem Kinderheim in der Antonienstraße 7 in Trägerschaft der Israelitischen Jugendhilfe e.V.

1.6.1936 Übergang in die Trägerschaft des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden

1.7.1937 Umzug in das größere Haus in der Hohenzollernstraße 4 mit 45 Wohnheimplätzen

August 1937 Eröffnung der Jüdischen Anlernwerkstatt in der aufgelassenen Hesselberg’schen Lederfabrik am Biederstein 7 für Schlosser, Elektriker und Schreiner; Leiter war der Diplom-Ingenieur Fritz Sänger

8.8.1937 Zuzug aus Marktbreit ins Lehrlingsheim Hohenzollernstraße 4

18.5.-20.10.1938 in der Ausweichunterkunft bei Geismar in der Hohenzollernstraße 23

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung von mindestens 13 erwachsenen männlichen Bewohnern des Lehrlingsheim

10.11.1938 Einweisung als „Aktionsjuden“ in das KL Dachau

Paul Rindsberger erhält die Häftlingsnummer 20007

29.11.1938 Entlassung von Paul Rindsberger zusammen mit Max Schneider aus dem KL Dachau

Verlegung der Anlernwerkstatt

1939 Beschlagnahme der Fabrikgebäude Biederstein 7

Verlegung der Anlernwerkstatt in die ehemalige Synagoge der osteuropäischen Juden in der Reichenbachstraße 27

1941 Schließung der Anlernwerkstatt und des Lehrlingsheimes; die verbliebenen Jugendlichen werden im Kinderheim Antonienstraße untergebracht. Das Haus Hohenzollernstraße wird zum bis Ende 1942 als Altenheim genutzt.

22.8.1941 Paul Rindsberger eingewiesen zur Zwangsarbeit in der „Judensiedlung“ Milbertshofen, Barackenlager Knorrstraße 148

27.11.1941 Ummeldung von München nach Marktbreit

2.12.1941 abgemeldet aus Marktbreit nach Würzburg

21.1.1940-29.3.1942 bei der LVA Oberbayern rentenversichert

24.3.1942 Deportation von Paul und Vater Bernard Rindsberger ab Nürnberg ins Ghetto Izbica

Gedenken

Quellen

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=12153

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=lehrlingsheim

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=anlernwerkstatt

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10736356

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429406

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en949635

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en949629

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My