Weinschenk Hugo

Hugo Weinschenk

*30.1.1908 in Windsbach, Ansbach;✡ 29.1.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Ludwig Weinschenk *21.2.1872 in Windsbach; ✡ 27.3.1943 in Theresienstadt

Mutter Maria Rosenbaum; ✡ wohl vor 1939

Zweite Ehe des Vaters mit

Lina Stern *1.4.1886 in Flieden; ✡ 21.5.1944 in Auschwitz

Geschwister  

Beruf Metzgerlehre; Schlosserlehrling

Adressen Wurzbach; Nürnberg Am Maxfeld 173; Beuthen; München, Hohenzollernstraße 4

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachscharah in Guttentag

1.5.1936-1.3.1937 zur Hachscharah in Guttentag, Oberschlesien

Die Hachscharah Gutentag bestand ab 1935 unter dem Namen Jom Tov Hachschara mit zuletzt 40 Chaluzim und wechselte unter diesem Nemen im April 1937 nach Silingtal.

Bericht im Gedenkbuch München

„Er wurde von der Israelitischen Fürsorge zur Begutachtung seiner weiteren Unterbringung in die Heckscher Klinik eingewiesen. Während seines Aufenthalts im Hachsharah-Lager hatte sich gezeigt, dass er für Auswanderung nach Palästina nicht in Frage kommt und er auch als Auswanderer für Argentinien eine zu große Belastung für die Gemeinschaft sei. Es sollte untersucht werden, ob eine Unterbringung in der jüdischen „Schwachsinnigen Anstalt Berlin-Weissensee“ für ihn das geeignete sei. Die in der Heckscher Klinik erstellte Diagnose lautete auf leichte Debilität und Unselbständigkeit. Die Gutachter hielten ihn nicht geeignet für Auslandssiedlungen, aber für einfache angelernte Arbeiten unter Aufsicht.“

27.4.1937 bei Feder in München, Bayerstraße 71

1.7.1937 Umzug in die Jahnstraße 46 bei Sachsenhaus

1.8.1937 Umzug in die Klenzestraße 105 bei Rojewski

28.11.1937 Umzug in die Steinstraße 78 bei Lamm

2.12.1937 Umzug in die Müllerstraße 10 bei Mamroth

1938 Umzug in das Lehrlingsheim, Hohenzollernstraße 4

Das Lehrlingsheim und die Anlernwerkstatt in München

1.7.1928 Eröffnung des Hauses in der Wagnerstraße 3 mit schulentlassenen Jungen aus dem Kinderheim in der Antonienstraße 7 in Trägerschaft der Israelitischen Jugendhilfe e.V.

1.6.1936 Übergang in die Trägerschaft des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden

1.7.1937 Umzug in das größere Haus in der Hohenzollernstraße 4 mit 45 Wohnheimplätzen

August 1937 Eröffnung der Jüdischen Anlernwerkstatt in der aufgelassenen Hesselberg’schen Lederfabrik am Biederstein 7 für Schlosser, Elektriker und Schreiner; Leiter war der Diplom-Ingenieur Fritz Sänger

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung von mindestens dreizehn erwachsenen männlichen Bewohnern des Lehrlingsheim

10.11.1938 Einweisung als „Aktionsjuden“ in das KL Dachau; Häftlingsnummer 19928

26.11.1938 Entlassung von Hugo Weinschenk aus dem KL Dachau

Januar 1939 verurteilt wegen „Rassenschande“ zu 8 Jahren Zuchthaus mit 10 Jahren Ehrverlust

1939 Gerichtgefängnis Straubing, Äußere Passauer Straße 26; hier ist er auch bei der Minderheitenzählung am 17.5.1939 registriert

Verlegung in das Zuchthaus Straubing

1942 Einzeltransport vom Zuchthaus Straubing nach Auschwitz

29.1.1943 Tod in Auschwitz

Nürnberg – Theresienstadt

10.9.1942 Vater Ludwig und Lina Weinstock geb. Stern sowie drei seiner Brüder Weinschenk aus Windsbach auf dem Transport II/25 von Nürnberg nach Theresienstadt

27.3.1943 Tod des Vaters Ludwig in Theresienstadt

18.5.1944 Lina Weinstock auf dem Transport E b von Theresienstadt nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de988594

https://www.statistik-des-holocaust.de/II25-25.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5129453

https://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=9790

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10778706

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429403

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=lehrlingsheim

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=anlernwerkstatt

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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