Vogel Heinz

Heinz Zeno Vogel

*25.3.1919 in Aschaffenburg; ✡?

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Die Familienbezüge sind ungesichert

Vater E. Hugo Vogel *14.2.1881 in Aschaffenburg;✡ 25.4.1942 Krasnystaw

Heirat der Eltern 21.5.1912 in Seligenstadt

Mutter Paula Stein *29.6.1891 in Seligenstadt;✡ 25.4.1942 Krasnystaw

Geschwister

Ilse Vogel *9.4.1913 in Aschaffenburg;✡?

Ernst Vogel *8.9.1917 in Aschaffenburg;✡? Israel

Beruf Gärtner

Adressen -; München, Hohenzollernstraße 4

Heirat Rita Weber

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

26.4.1937 Bruder Ernst mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS nach Haifa

Das Lehrlingsheim und die Anlernwerkstatt in München

1.7.1928 Eröffnung des Hauses in der Wagnerstraße 3 mit schulentlassenen Jungen aus dem Kinderheim in der Antonienstraße 7 in Trägerschaft der Israelitischen Jugendhilfe e.V.

1.6.1936 Übergang in die Trägerschaft des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden

1.7.1937 Umzug in das größere Haus in der Hohenzollernstraße 4 mit 45 Wohnheimplätzen

August 1937 Eröffnung der Jüdischen Anlernwerkstatt in der aufgelassenen Hesselberg’schen Lederfabrik am Biederstein 7 für Schlosser, Elektriker und Schreiner; Leiter war der Diplom-Ingenieur Fritz Sänger

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung von Heinz Vogel mit mindestens dreizehn erwachsenen männlichen Bewohnern des Lehrlingsheim

10.11.1938 Einweisung als „Aktionsjuden“ in das KL Dachau; Häftlingsnummer 19990

9.2.1939 Entlassung aus dem KL Dachau

Verlegung der Anlernwerkstatt

1939 Beschlagnahme der Fabrikgebäude Biederstein 7

Verlegung der Anlernwerkstatt in die ehemalige Synagoge der osteuropäischen Juden in der Reichenbachstraße 27

1941 Schließung der Anlernwerkstatt und des Lehrlingsheimes; die verbliebenen Jugendlichen werden im Kinderheim Antonienstraße untergebracht. Das Haus Hohenzollernstraße wird zum bis Ende 1942 als Altenheim genutzt.

Flucht nach England

29.9.1939 Heinz Vogel mit anderen Bewohnern des Lehrlingsheim im Kitchener Camp, Richborough bei britischen Census

1940 Ausbürgerung durch die Gestapo München

Alfons Vogel

Alfons Vogel (16.5.1877Aschaffenburg) verheiratet mit Else. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zündeten Unbekannte die Synagoge an. Alfons Vogel wurde in der selben Nacht von dem SS-Mann Heinrich Taudte mit gezielten Nahschüssen niedergestreckt. Er starb am 16. November an den Folgen seiner Verletzungen.

Gedenken

Quellen

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=lehrlingsheim

http://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=anlernwerkstatt

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10774915

https://www.mappingthelives.org

https://www.holocaust-denkmal-berlin.de/raum-der-namen/biographien/biographie/9758

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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