
Salomon Sally Katz
*18.5.1912 in Brilon; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch

Vater Jacob Katz *8.10.1884 in Nentershausen; ✡ ?

Mutter Bertha Kahlenberg *21.3.1892 in Brilon; ✡ ?
Geschwister

Nathan Max Katz *4.6.1915 in Brilon
Selma Katz *4.1.1917 in Brilon
Else Katz *2.2.1920 in Brilon; ✡14.8.2009 in NY; oo Erich Stern

Cousin Richard Löwenstein *17.7.17 in Reichensachsen, Eschwege
Beruf –
Adressen Brilon, Strackestraße 4;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
10.11.1938 Sally Katz verhaftet im Novemberpogrom, „Schutzhaft“ in Sachsenhausen
21.12.1938 Entlassung von Sally Katz aus dem KL Sachsenhausen mit der Auflage, Deutschland zu verlassen
Gut Winkel
Anfang 1939 Salomon Katz zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
17.5.1939 Salomon Katz in Gut Winkel bei Minderheiten-Volkszählung
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
Sosua Settlement In Puerto Plata, Santo Domingo
Juli 1938 Flüchtlingskonferenz mit Vertretern von 32 Staaten von Evian in einem Französischen Badeort.
Nur die Dominkanische Republik gab eine Zusage, 10 000 Juden aufzunehmen, die später auf 100 000 erhöht wurde; und das unter dem brutalen Diktator und Hitler-Bewunderer General Rafael Trujillo Molina.
Die „Dominican Republic Settlement Association“ (Dorsa) erwarb 1939 eine brachliegende ehemalige Bananenplantage in Sosúa ab. 800 jüdische Siedler kamen in der ersten Welle von 1940 bis 1942 in den ersten karibischen Kibbuz.
24.4.1940 Sally Katz abgemeldet in die Dominikanische Republik
8.5.1940 Sally und Max Katz als erste Siedlergruppe ab Genua auf der SS BIANCAMANO nach Santo Domingo, zunächst einquartiert in örtlichen Hotels
Die „Katz-Gruppe“ konnte erst Mitte 1941 ihr zugeteiltes Anwesen beziehen.
1941 beide Eltern in Sosua, Puerto Plata
1942-1947 Dominkanische Republik
29.12.1946 Ankunft von Schwester Else Stern in Miami
1947 beide Eltern nach New York

12.4.1950 Schwester Selma Katz (head!) mit beiden Eltern und Schwester Else mit Ehemann Eric Stern und der in Santo Domingo geborenen Nichte Lillian in New York bei US Census
Gedenken
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Hans-Ulrich Dillmann, Susanne Heim: „Fluchtpunkt Karibik – Jüdische Emigration in der Dominikanischen Republik“. Christoph Links Verlag, Berlin 2009, 188 Seiten.
https://www.spiegel.de/geschichte/exil-in-der-karibik-a-948627.html
Marion Kaplan, Zuflucht in der Karibik, 2010
https://www.igdj-hh.de/upload/kaplan_zuflucht.pdf
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316