Katz Werner

Werner Shlomo Siegmund Katz

*4.1.1917 in Dinslaken; ✡11.11.2003 in Israel

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Leopold Katz *9.4.1876 in Hannover; ✡ 2.7.1944 in Theresienstadt

Mutter Martha Frankenberg *27.8.1887 in Themar; ✡ 6.10.1944 in Auschwitz

Tante Ida Frankenberg *2.4.1884 in Themar; ✡ ? Ghetto Riga; oo Julius Katz

Tante Doris Frankenberg *19.6.1898 in Themar; ✡4.1.1970 in Dinslaken; oo Karl Lorenzen („Mischehe“)

Geschwister

Norbert Günther Katz *15.7.1923 in Dinslaken; ✡14.3.1945 Kaufering, Dachau

Beruf

Adressen Dinslaken; Essen; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat 28.4.1946 in Helsingborg mit Hilda Schrielberona

Kind eins

Nami Katz

Weiterer Lebensweg

Volksschulbesuch, Abschluss Realschule

Schuhmacherlehre;

1935 Umzug der Familie nach Essen; Werner Katz soll zuvor in Gelsenkirchen gemeldet gewesen sein.

1936 Werner Katz nach Ochsenzoll bei Hamburg.

Novemberpogrom

10.11.1938 Werner Katz in Hamburg verhaftet

Eingewiesen als „Aktionshäftling in das KL Sachsenhausen; Häftlingsnummer 8738 Block 20

23.12.1939 Entlassung von Werner Katz aus dem KL Sachsenhausen

1939 zur Einzelhachschara nach Dänemark

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

1939 Emigration nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Dänischer Census, Werner Katz in Svendborg bei Fam. Gravengaard

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

14.10.1943 Werner Katz auf einem Fischerboot mit 10 Flüchtlingen von Knippelbro, Kopenhagen nach Landskrona in Schweden

Essen – Theresienstadt – Auschwitz – Dachau

21.7.1942 beide Eltern und Bruder Norbert auf Transport VII/1 von Düsseldorf nach Theresienstadt

2.7.1944 Tod des Vaters in Theresienstadt

28.9.1944 Bruder Norbert auf Transport E k von Theresienstadt nach Auschwitz

4.10.1944 Mutter Martha von Theresienstadt nach Auschwitz

10.10.1944 Bruder Norbert von Auschwitz verlegt in das KL Dachau, Außenlager Kaufering

14.3.1945 Tod von Bruder Norbert in Kaufering, Dachau

Nachkriegszeit

28.4.1946 Heirat in Helsingborg mit Hilda Schrielberona

Alija nach Palästina

1949 als Knesset Voter registriert

Gedenken

Stolpersteine in Dinslaken für Leopold, Martha Werner und Norbert Katz, sowie für Doris Lorenzen in Dinslaken, Bahnstraße 12

Quellen

https://www.stolpersteine-dinslaken-ev.de/?q=node/15

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Katz__Sigmund_Verner.pdf

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4993903

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10675172

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.statistik-des-holocaust.de/TT420721-23.jpg

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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