Feinstein Herbert

Herbert Chanan Feinstein

*24.3.1914 in Köln; ✡25.9.1990 in Kibbuz Alonim

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Max Jankel Feinstein *2.11.1885 in Schattern, Memel; ✡?

Mutter Helene Weissburger *3.8.1888 in Aschendorf, Hümmling; ✡ 7.9.1928

Stiefmutter Alma Grölinger gesch. Isenthal *30.6.1896 in Walldorf

Onkel Leo Weissburger *1889

Geschwister

Ernst Feinstein *16.5.1915 in Köln; ✡?

Irma Feinstein

Halbbruder

Günther Feinstein *29.9.1925 in Leverkusen

Beruf Landarbeiter

Adressen Köln; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat 2.4.1944 Ursula Rachel Marcuse *5.8.1921 in Potsdam; ✡5.3.1889 in Kibbuz Alonim

Kinder vier

Weiterer Lebensweg

1.Weltkrieg – Preußische Verlustlisten

31.8.1917 Vater Max „leicht verwundet“ gemeldet

2.5.1918 Vater Max „leicht verwundet“ gemeldet

Volksschule

Gymnasium JAWNE in Köln

Ca 1935 Umzug zum Onkel Leo Weissburger nach Stuttgart; Besuch der Handelsschule

Rückkehr nach Köln

Mitglied im Hechaluz

26.10.1936 Passausstellung in Köln

Bruder Günther Feinstein in den ORT-Werkstätten in Berlin Niederschönhausen

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936/37 Herbert Feinstein zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Emigration von Herbert Feinstein nach Schweden

Gutshof Hälsinggården

Juni 1939 wurde der alte Gutshof Hälsinggården in Korsnäs in Nordschweden bei Falun als Jugendalijah-Hof für die mittlere Hachschara (15-17 Jahre) in Trägerschaft der »Stiftung für Landwirtschaftsausbildung« eröffnet

Eva Warburg überträgt Erich Marx die Leitung des Jugendalijah-Hof , auch „Internatskola Hälsinggarden“ und Kibbuz Baderech genannt; die Chaluzim arbeiteten überwiegend bei den Bauern der Umgebung.

1941/1942 wegen der Tuberkuloseerkrankung von Erich Marx Abgabe der Leitung des Internats Hälsinggarden an die Doppelspitze Dixi Merkel (Makkabi Hazair Gruppe) und Uri Rothschild (Habonim)

10.4.1941 Passausstellung für Herbert Feinstein in Stockholm

7.5.1941 Legale Alija von Herbert Feinstein als Leiter ener Chaluzgruppe aus Helsingegarden auf der SS NYASS von Stockholm nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz, Kategorie C/L

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Vater Max mit Stiefmutter Alma und Halbbruder Günther in Breslau, Augustastraße 77

13.4.1942 Deportation von Vater Max mit Stiefmutter Alma und Halbbruder Günther aus Breslau ins Ghetto Izbica; Bruder Günther zuvor aus Schönwalde zurückgeholt

Kladovo Transport

Die spätere Ehefrau gehört zu den wenigen Maapilim des Kladovo-Transportes, die mit Hilfe von WIZO-Zertifikaten noch rechtzeitig Jugoslawien verlassen können

2.4.1944 Heirat mit Ursula Marcuse

19.11.1944 Einbürgerung von Herbert Feinstein und Ursula Marcuse

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420413_10.jpg

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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