Kaiser Isidor

Isidor James Kaiser

*5.6.1890 in Brilon; ✡3.9.1965 in Kopenhagen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Arthur Kaiser *8.4.1859 in Bremke; ✡ 14.12.1912 in Rheda-Wiedenbrück

Mutter Mathilde Steinberg *18.10.1866 in Alme; ✡ 27.10.1930 in Wittenberge

Geschwister

Josef Kaiser *10.10.1891 in Brilon; ✡ 2.2.1921 in Wittenberge

Fritz Kaiser 30.4.1894 in Hannover; ✡ 8.6.1918

Meinhold Kaiser *8.2.1898 Hannover; ✡ Okt.1918

Siegmund Kaiser *7.12.1900 in Hannover; ✡ 1943 Auschwitz; oo Ruth Braun

Alfred Kaiser *2.6.1896 in Hannover; ✡ 21.2.1943 Auschwitz; oo Else Saalfeld

Wilhelm Kaiser *2.6.1896 in Hannover; ✡ Jan. 1897 in Hannover

Hermann Kaiser *11.5.1899 in Hannover; ✡ 15.4.1921 in Wittenberge

John Kaiser *24.7.1903 in Hannover; ✡ 17.12.1940 in Tel Aviv

Bruder Rudolf mit Sohn Gerdi

Rudolf Kaiser *29.5.1905 in Hannover; ✡ 1943 Auschwitz; oo Grete Buchthal (17.5.1909 Essen)

Bertha Kaiser *5.6.1907 in Hannover; ✡12.6.1968 in Holon; oo Ludwig Frank

Lotte Kaiser *5.6.1907 in Hannover

Max Kaiser *1.9.1910 in Wittenberge; ✡ 27.9.1997

Beruf Kaufmann

Adressen Brilon; Hannover; Berlin, Ballenstedter Straße 8; Kopenhagen;

Heirat Grete Heilbrun *7.8.1895 in Cassel: 9.1954 in Kopenhagen

Kinder

Weiterer Lebensweg

Minderheitenzählung

17.5.1939 Isidor mit Frau Grete, Bruder Alfred mit Frau Else und deren Töchtern Marion und Renate Kaiser in Berlin, Ballenstedter Straße 8

15.9.1939 Emigration nach Kopenhagen

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

1939 Emigration nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Erwähnung seiner Schwester Bertha Salomon und Ehemann Edmund

1941 Zwei Briefe von Albert Buchthal, Schwiegervater seines Bruders Rudolf

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

6.10.1943 Isidor und Grete Kaiser mit einem Fischerboot von Kastrup, Dänemark nach Linhamn, Schweden

1945 Rückkehr nach Kopenhagen

Gedenken

Quellen

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Kaiser__Isidor.pdf

http://spurenimvest.de/2020/07/22/salomon-berta/

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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