Oberländer Rebecca

Rebecca Oberländer geb. Schreier

*10.3.1894 in Drohobycz ; ✡ Oktober 1986 in Hendon

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Jakob Schreier *1851 in Drohobycz; ✡April 1940

Mutter Sara Elka Schreier *Jerozolima; 3.3.1937

Schwiegermutter Civje Civia Oberländer geb.Klienghöffer *10.8.1872 in Boryslaw; ✡2.1.1958 London

Schwiegervater und Onkel Chaim Jitzchak Oberländer *1868 in Drohobycz; ✡5.9.1927 in Berlin

Geschwister

Beruf Leiterin des Altenheim Auguststraße 14/16

Adressen Drohobycz; Berlin, Lichterfelde, Lange Straße 5/6, Auguststraße 14/16 (Siechenheim);

Heirat 16.5.1922 in Berlin Max Abraham Monash Oberländer *18.1.1896/1890; ✡1981

Kinder

Fred Oberländer/Overlander*12.8.1923 in Berlin; ✡ 23.11.2018 in North London

Joachim Oberländer *13.10.1928 in Berlin; ✡2016 in London 

Weiterer Lebensweg

August 1921 Zuzug von Rebecca Schreier ausDrohobycz, Galizien nach Berlin

1922 Heirat mit ihrem Couisin Max Oberländer in Berlin; er führte ein koscheres Hotel am Alexanderplatz in Berlin

1938 wohnt Civje Oberländer bei dem Arzt Dr. med. Samuel Lipuner; dieser emigriert nach seiner Entlassung aus Sachsenhausen 2/1939 nach Shanghai

Novemberpogrom

10.11.1938 Ehemann Max in Berlin verhaftet

Einweisung in das KL Sachsenhausen, Block 39, Häftlingsnummer 9435

7.12.1938 Entlassung von Max Oberländer aus dem KL Sachsenhausen

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Rebecca und Max mit den Söhnen Joachim in Berlin Steglitz, Lichterfelde, Lange Straße 5/6

17.5.1939 Civje Oberländer in Berlin Charlottenburg, Leibnizstraße 62

Juni 1939 Sohn Fred zur Hachschara auf das Ausbildungsgut Havelberg

Kindertransport

18.7.1939 Sohn Joachim mit Kindertransport nach London;

Juli 1939 Ehemann Max ebenfalls nach England

4.4.1940 Ankunft von Sohn Fred in Haifa, legale Alija von mit 129 anderen Jugendlichen mit Studentenzertifikat B III

Britischer Census

29.9.1939 Ehemann Max im Flüchtlingslager Kitchener Camp

Das jüdische Siechenheim Auguststraße 14-16

1861 Errichtung des Jüdischen Krankenhaus im Hof des Gebäudeensembles Auguststraße 14, 15, 16

1914 erfolgte der Umzug des Krankenhauses in die Iranische Straße 2

1922 Einrichtung des jüdischen Kinderheims AHAWAH

1936 Umzug der Kinderhilfe mit all ihren Einrichtungen in die Blumenstraße

1940/41 Umwandlung in ein Alten- und Siechenheim

1942 Laut dem Berliner Adressbuch waren hier neben dem „Siechenheim“ auch Büros und die Haushaltsschule der Jüdischen Gemeinde sowie das Wohnheim des jüdischen Frauenbundes untergebracht. Das Alten- und Siechenheim unterstand der langjährigen Leitung von Rebecca Oberländer.

Theresienstadt

28.5.1942 Mit dem großen 90. Alterstransport erfolgte die Räumung; von den 328 Deportierten kamen 200 Bewohner der Auguststraße und 65 aus dem Siechenheim der Agudas Jisroel in der Elsässer Straße 85 zusammen mit begleitendem Personal – u.a. viele Pflegekräfte auf den Transport nach Theresienstadt. Ebenfalls auf dem Transport befand sich die Ärztin Edith Josephy mit ihrem Mann Dr. jur. Franz Josephy, der in Theresienstadt als Ghettopolizist eingesetzt war. Beide wurden 1944 in Auschwitz ermordet.

Rebecca dürften ihre Erfahrungen als Leiterin eines Altenheimes in Theresienstadt vor dem Transport nach Auschwitz bewahrt haben.

28.5.1943 Mutter und Großmutter auf 90. Alterstransport I/95 nach Theresienstadt

Rebecca und Civje Oberländer überleben Theresienstadt;

August 1945 Rebecca und Civje Oberländer im DP Camp Deggendorf

Emigration nach England zu Ehemann Max und den Söhnen Fred und Joachim

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/AT90-8.jpg

https://www.statistik-des-holocaust.de/AT90-11.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5108152

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/68447643

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11250784

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/68447645

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/81974853

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/81974895

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4093974

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.180045.php

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://yvng.yadvashem.org/ad

Harald Lordick, Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit; in Pilarczyk, Ulrike (Hrsg) Hachschara und Jugendalija, Schulmuseum Steinhorst, 2019

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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2 Kommentare

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