Salomon Rostkowski/Sam Ross
*15.11.1921 in Köln; ✡ 8.7.2013 USA
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Die Verwandtschaft ist unsicher
Vater Haim Kurdyn
Mutter Dora Roskowski
Bruder
Bernard Rostkowski *1919 in Paris; ✡
Beruf Praktikant
Adressen Köln; Spreenhagen; Berlin, Reinickendorfer Straße 28
Heirat Margot Chaskel *12.8.1923 in Berlin; ✡10.11.2018 in San Francisco
Kinder
Peter Ross
Weiterer Lebensweg
Die Eltern sind früh verstorben; offenbar lebte er bis 1935 in Waisenhäusern
1930 Umzug nach Wiesbaden
1935 zurück nach Köln
1937 Salomon Rostkowski zur Hachschara ins Umschulungslager in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel
1.11.1937 Salomon Rostkowski für zwei Jahre zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
17.5.1939 Salomon Rostkowski im Gut Winkel
September 1939 Salomon Rostkowski im Gut Winkel
Fabrikaktion -35. Osttransport Berlin Auschwitz
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.
6.3.1943 Salomon Rostkowski auf dem 35. Osttransport Berlin Auschwitz
Nachkriegszeit
15.10.1947 Salomon Rostkowski im DP Camp Nördlingen mit Ehefrau Margot und Bertha und Michaelis Chaskel
12.3.1948 Salomon und Margot Rostkowski ab Bremerhaven auf der USS MARINE TIGER
23.3.1948 Ankunft vonSalomon Rostkowski in Buffalo, New York auf der USS MARINE RIVER
Gedenken
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11208357
https://search.archives.jdc.org/notebook_ext.asp?item=132491
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316