Cohen Max

Max Jechiel Cohen

*16.12.1901 in Hengelo; ✡2.12.1941 in Mauthausen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Izak Cohen *20.12.1868 in Hengelo; ✡28.5.1941 Hengelo

Heirat Eltern 26.2.1895 in Hengelo

Mutter Johanna Cahn *2.6.1861 in Friesheim; 9.11.1934 in Hengelo

Geschwister

Leni Salomons, drei Schwestern Martha Spier Cohen, Margarete Salomons-Cohen, Rosa Cohen mit Freund Jo; vorn Flora Spier, Arno Salomons, Hansje Spier

Isabella Cohen *10.4.1895 in Hengelo; ✡ 30.11.1941; oo David Meijer

Rosa Cohen *31.5.1896 in Hengelo; ✡21.9.1942 Auschwitz

Martha Cohen *18.8.1898 in Hengelo; ✡23.8.1942 in Auschwitz; oo Leo Spier

Ella Cohen *16.6.1903 in Hengelo; ✡ 3.4.1972

Julius Cohen *15.4.1904 in Hengelo; ✡ 1977 in Hengelo; oo 1932 Adele Mendel (*1904 in Coesfeld; ✡8.3.1973 Hengelo)

Margarete Cohen *30.12.1906 in Hengelo; ✡13.2.1984 in Breda; oo David Salomons

Gessy Cohen *5.6.1913 in Hengelo; ✡1984

Schwager Ernst Mendel * 28.6.1901 in Coesfeld; nach 1963 in Israel

Beruf Metzger

Adressen Hengelo, Nieuwstraat 7, 8/10

Heirat 25.2.1925 in der Synagoge in Linnich mit Rosa Onna Mendel *23.12.1903 in Linnich; 2.4.1889 Amsterdam

Kinder drei

Ruth Cohen *2.5.1932 in Hengelo; 27.10.1972 in Eindhoven; oo Max Erlichman; oo van Niersen;

Carry Cohen *21.1.1930 in Hengelo; 11.6.2025; oo 1951 Emanuel Jessurun; oo Henk Smienk

Weiterer Lebensweg

September Razzia in Twente

Im Sommer 1941 und am 12.9.1941, dem Vortag der Razzia in Twente verübte der örtliche Widerstand Sabotageakte, Telefonkabel der Wehrmacht wurden durchtrennt. Die Besatzer reagierten zunächst mit der Androhung von Repressalien, sollten sich die Täter nicht melden.

14.9.1941 Max Cohen verhaftet in Hengelo

13./14. September 1941 bei der Razzia in Twente werden über hundert Männer festgenommen und im Lyceum von Enschede eingesperrt (auf einer Nachkriegsliste werden 105 Männer genannt, das Netzwerk „Oorlogsbronnen“ listet 107 auf).

Die Festnahmen erfolgten in: Enschede (66), Hengelo (10), Almelo (10), Oldenzaal (8), Denekamp (3), Goor (3), Delden (2), Haaksbergen (2), Borne (1). 40 nichtjüdische Männer werden ins Kamp Amersfoort gebracht, später aber wieder freigelassen

Durch die Wut der Bevölkerung war die Bereitschaft in Twente besonders groß, Juden beim Untertauchen „onderduiken“ zu helfen

Zehn in Hengelo in der Twente-Razzia verhaftete Juden

Samuel Samson Berg; Max Cohen; Siegfried Cohen; Salomon de Lange; Lion Frankenhuis; Abraham Kats; Simon Machiel Noach; Franz Max Pollack; Moritz Schaap; Dirk Spanjaard

Leendert Overduin

Unter dem Eindruck einer Razzia im September 1941, bei der 105 Juden aus Twente verhaftet und in das KL Mauthausen verbracht wurden, brachte Leendert Overduin (1900–1976), ein Prediger der Gereformeerde Kerken in Hersteld Verband, einer kleinen reformierten Kirche, eine Gruppe von etwa 50 Judenrettern zusammen. Der Groep Overduin (niederländisch: Gruppe Overduin) gelang es, etwa 1000 Juden aus Twente vor ihrer Deportation und damit dem Holocaust zu bewahren, indem sie diese auf landwirtschaftlichen Betrieben der Umgebung versteckten oder weiter fortbrachten. Von den 1300 Juden in Enschede überlebten 500 Besatzung im Versteck. In den Niederlanden gingen etwa 24000 Juden ins Versteck, 16 000 von ihnen überlebten

„Sonderbehandlung“ im KL Mauthausen

16.9.1941 Deportation der 107 Verhafteten zur „Sonderbehandlung“ in das KL Mauthausen, das bedeutete gezielte Ermordung durch harte Arbeit, Entbehrung, tödliche medizinische Experimente und „14f13 Häftlingseuthanasie“ in Schloß Hartheim. Keiner überlebte die nächsten sechs Monate.

Gedenken

19.12.1978 Page of Testimony für Max Cohen von Nichte Marga Cohen-Michaeli

Quellen

https://www.joodsmonument.nl/en/page/26855/max-cohen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Rosa%20Mendel%201903%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130273324

https://stolpersteine-hengelo.nl/wp-content/uploads/2020/09/DeTwentseRazzia.pdf

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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