Mansberg Hermann

Hermann Mannsberg

*23.5.1924 in Elberfeld; ✡ nach November 1941 in Minsk

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Julius Mansberg *15.1.1889 in Messinghausen; ✡ nach November 1941 in Minsk

Mutter Henriette Moll *12.5.1895 in Schwanenberg; ✡ nach November 1941 in Minsk

Großeltern Aaron und Emilie Mansberg aus Madfeld

Onkel Albert Mansberg *9.10.1891 in Messinghausen; ✡ nach November 1941 in Minsk

Tante Dora Horn*18.11.1894 in Köln; ✡ nach November 1941 in Minsk

Geschwister

Cousine

Ellen Mansberg *10.9.1924 in Elberfeld; ✡ nach November 1941 in Minsk

Beruf

Adressen Elberfeld, Wuppertal, Alsenstraße 34 Gut Winkel, Spreenhagen

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Vater Julius und Onkel Albert betreiben das Handelsgeschäft „Gebr. Mansberg“ für Haushaltsgeräte

1939 erfolgloser Versuch, Hermann und Cousine Ellen auf einen Kindertransport nach England zu bringen,

Gut Winkel

Hermann Mansberg zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

September 1939 Hermann Mansberg auf der Belegungsliste in Spreenhagen

Wuppertal – Minsk

10.11.1941 Hermann mit seinen Eltern und Onkel Albert mit Frau und Tochter  ab dem Wuppertaler Bahnhof Steinbeck

Bericht des Transportleiters Meurin, Hauptmann der Schutzpolizei Düsseldorf:

„Der Judentransport, umfassend 992 Juden aus den Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal, wurde am 10.11.1941 um 10,40 Uhr vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf abgelassen. Die Fahrt führte über Mettmann nach Wuppertal-Steinbeck, wo die von dort zu evakuierenden Juden fertig verladen bereitstanden und an den Zug angehängt wurden.“

14.11.1941 Ankunft in Minsk

„Die Juden waren um diese Zeit ziemlich weich, da der Zug vielfach unbeheizt liegengeblieben war und vor allem seit Einfahrt ins russische Gebiet keine Möglichkeit mehr gegeben war, Wasser zu fassen.“

Gedenken

6.6.1970 Pages of Testimony für die Familie von Cousine Ilse Brook

Sechs Stolpersteine in Elberfeld für die Brüder Mansberg und ihre Familien

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_411110.html

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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