Hans Meyer
*24.1.1919 in Essen; ✡1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Gustav Meyer *28.4.1893 in Mülheim,Ruhr; ✡ 14.8.1942 Auschwitz
Mutter Berta Baer *29.7.1890 in Walldorf; ✡ 14.8.1942 Auschwitz
Geschwister
Alfred Meyer *22.10.1927 in Heidelberg; ? ✡
Beruf Landarbeiter
Adressen Essen; Heidelberg, Plöck 34; Gut Winkel, Spreenhagen
Heirat Lola Chana Berliner *15.12.1920 in Berlin; ✡1943 in Auschwitz
Kinder –
17.5.1939 Hans mit den Eltern Gustav und Bertha Meyer sowie Bruder Alfred in Heidelberg, Plöck 34 bei Minderheiten-Volkszählung
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Hans Meyer und Lola Berliner zur Hachschara ins Gut Winkel
Gut Winkel in Spreenhagen bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
Arbeitseinsatzlager
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Zwischen Juni 1941 und der Fabrikaktion im März 1943 bestand Gut Winkel als Arbeitseinsatzlager
Fabrikaktion – Räumung von Gut Winkel-31. Osttransport Berlin Auschwitz
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.
Räumung von Gut Winkel


1.3.1943 Hans und Lola Meyer mit 19 Chaluzim aus Gut Winkel auf dem 31.Osttransport Berlin Auschwitz
Die Bürckel-Wagner-Aktion in Baden
22.10.1940 die Eltern Gustav und Bertha Meyer auf einem von sieben Transporten von 6500 Juden des Saarlandes, der Pfalz und Baden, davon 1972 allein aus Mannheim in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich transportiert in der „Bürckel-Wagner-Aktion“.
März 1941 Verlegung verschiedener Gruppen aus Gurs in andere Lager: Betagte Menschen kamen nach Noé, Schwerbehinderte nach Récébédou, Familien in das sogenannte ‚Familienlager‘ Rivesaltes.
16.5.1941 in das Camp Rivesaltes
11.8.1942 von Rivesaltes nach Drancy
12.8.1942 Deportation der Eltern Gustav und Bertha Meyer ab Drancy nach Auschwitz
14.8.1942 Ankunft in Auschwitz
Gedenken
Pages of Testimony für die Eltern Gustav und Berta Meyer von Lea Aharoni (Verwandte)
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1119917
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1120287
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de927522
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de928044
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212452
Genealogie Webseite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316