Meyer Hans

Hans Meyer

*5.4.1919 Düsseldorf; ✡6.10.1919 in Mauthausen

Vater Max Meyer *28.2.1879 Halberstadt; ✡9.12.1954 in Sydney

Mutter Irma Perlhefter *1.1.1891 Mährisch Ostrau ; ✡28.8.1992 in Sydney

Geschwister

Die Brüder Meyer v.l. Gert, Paul, Hans, Kurt, Ernst

Ernst Meyer *30.7.1913 in Düsseldorf; ✡ 4.1.1996 Brasilien; oo Hilde Kusiner (*2.1.1913-1984)

Kurt Meyer *6.12.1915 in Düsseldorf; ✡ 13.4.2001 in Gattiere Frankreich

Paul Meyer *18.7.1921 Düsseldorf; ✡25.12.2019 in Sydney; oo Mia Polak

Gert Meyer *22.1.1924 in Düsseldorf; ✡10.1.1942 Mauthausen

Beruf Schlosser

Adressen Düsseldorf, Uerdinger Straße 25, Achenbachstraße 34; Amsterdam, Milletstraat 35

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

14.4.1938 die Familie verlässt Düsseldorf; Abmeldung nach Amsterdam

Britischer Census

Ernst Meyer geht nach London

29.9.1939 Ernst Meyer mit Frau Hilda in Hackney, London

15.5.1956 Einbürgerung als British Citizen

Kurt emigriert zunächst nach Brüssel, dann auch Amsterdam

Hans mit den Eltern und den Brüdern Paul und Kurt nach Amsterdam

Zweite große Razzia in Amsterdam

14.5.1941 Bombenexplosion im Marine-Offiziersclub Amsterdam auf der Bernard-Zweerskade ist Anlass für Verhaftungswelle

Juni 1941 Verhaftung von Hans Meyer in der zweiten großen Razzia in Amsterdam; der SD geht bei dieser Razzia anders vor als bei der ersten Razzia im Februar 1941, bei der  Juden wahllos auf der Straße aufgegriffen und festgenommen wurden; bei der zweiten Razzia nutzen die Deutschen Adresslisten und gehen gezielt zu den Häusern von dem sie wissen, dass dort Juden leben.

11.6.1941 SS-Obersturmführer Klaus Barbie von der „Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam“ erschleicht sich durch Täuschung die Adresslisten der „Werkdorper“

11.6.1941 „Vergeltungsmaßnahme“ 300 vorwiegend Jugendliche, davon 61 „Werkdorper“ im Durchgangslager Schoorl inhaftiert; von ihnen werden vier, die keine vier jüdischen Großeltern haben, freigelassen.

Von Dezember 1940 bis August 1941 war SS-Untersturmführer Hans Stöver Kommandant des Camp Schoorl

Der Werkdorper Bernard Natt,, ein Cousin von Lotte Brück, beschreibt die Razzia des 11. Juni 1941:

„Am Mittwochabend, dem 11. Juni 1941, besuchte ich mit Lotti in der Stadsschouwburg eine Aufführung von Griegs Oper „Per Gynt“. Es war eine schöne, angenehme Aufführung. Es war auch das letzte Mal, dass ich mit Lotti ausgegangen bin. Auf dem Heimweg trafen wir einige Freunde vom Werkdorp. Sie waren sehr aufgebracht und teilten uns mit, dass unsere Mitbewohner des Werkdorps noch am selben Abend von der Gestapo festgenommen worden seien.

22.6.1941 Deportation der 296 in Schoorl Inhaftierten in das KL Mauthausen; dort werden sie durch extrem harte Arbeit im Steinbruch und oftmals tödliche medizinische Experimente ermordet; keiner überlebt das Jahr 1941

6.10.1941 Tod von Hans Meyer in Mauthausen

Onderduiker

Beide Eltern gehen ins Versteck und überleben so die Besatzungszeit

Flucht nach Spanien – Jewish Brigade

Paul Meyer von Amsterdam, durch Belgien, Frankreich über die Pyrenäen nach Spanien; Verhaftung durch die Guardia Civil, Internierung im Camp Miranda de Ebros, Entlassung als Freddy Kingston, Soldat der Canadian Army; Alija Palästina; Eintritt in die Jewish Brigade; Kämpfe in Italien:

„We were proud to do this under our own blue-white-blue colours and the Star of David with the Jewish Brigade insignias showing on our uniforms.“

Aktiv bei BRICHA-Aktionen der Jewish Brigade

Geehrt mit BAOR Medal (British Army of the Rhine), the Italy Star and a Bronze Sport Medal for service 1939-1945

In Mauthausen „auf der Flucht erschossen“

10.1.1942 Bruder Gert Meyer in Amsterdam, Polizeiwache Leidse Plein verhaftet, eines Diebstahls im Wert von 30 Hfl. Beschuldigt und verurteilt. Zur „Sonderbehandlung“ Transport in das KL Mauthausen

20.5.1942 Ankunft von Bruder Gert im KL Mauthausen

10.7.1942 Bruder Gerd in Mauthausen „auf der Flucht erschossen“

Internierung in der Schweiz

1.5.1943 Kurt Meyer von Amsterdam, durch Belgien, Frankreich gelingt der Grenzübertritt in die Schweiz, wo er bis zum Kriegsende in Internierungscamps verbleibt.

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130339531

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/1626512

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130339522

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22%20Gert%20Meijer%201924%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hans%20Meijer%201919%22%7D

https://www.joodsmonument.nl/en/page/699055/gezin-meijer

Paul Meyer, Oral Testimony, USC Shoah Foundation Institute, ID 25016; Code 4620

Meyer Hans

Meyer Gert

https://www.amsterdam.nl/stadsarchief/themasites/razzia

https://www.oorlogsbronnen.nl

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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