Feldmann Cäcilie

Cäcilie Feldmann

*28.2.1914 in Neukölln, Berlin; ✡ Januar 1989 in London.

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Anschel Feldmann *14.5.1883 in Odessa; März 1943 Auschwitz

Mutter Anette Tüchtmann *12.3.1887 in Odessa; ✡ nach dem 19.4.1943 Auschwitz

Geschwister Esther Feldmann; oo Fishman

Beruf  

Adressen Berlin, Friedelstraße 11 ; Urfeld; Leeds; London

Heirat

1942 in London Herbert Glassner

1948 in London Rufus Cardash; 1966

1971 in London mit John Heisler

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

13.7.1935 Cäcilie Feldmann aus Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 150 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

25.4.1936 Cäcilie Feldmann abgemeldet aus Urfeld nach Berlin

Mit domestic permit nach Leeds, England

Minderheitenzählung

17.5.1939 Vater Anschel und Mutter Annette Berlin, Friedelstraße 11

29.9.1939 Cäcilie Feldmann in Leeds, England beim britischen Census

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.

Es wurden auch die jüdischen Zwangsarbeiter aus dem Umland – so auch Vater Anschel Feldmann aus Werneuchen – nach Berlin in Sammellager verbracht.

1.3.1943 Vater Anschel mit 11 Zwangsarbeiter untergebracht in Berlin, Wrangelstraße 57 bei Zell, auf dem 31. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

19.4.1943 Mutter Annette auf dem 37. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot31.html

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11229585

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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