Sojcher Klara

Klara Sojcher

*25.9.1914 in Kolomea, Galizien;✡ ?

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Jonas Sojcher *20.4.1889 in Kolomea; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Paja Mautner *10.2.1889 in Kolomea; ✡ vor 1945 in Polen

Geschwister

Moritz Moses Sojcher *2.5.1913 in Dresden; ✡ vor 1945 in Polen

Schmuel Elias Sojcher *4.9.1919 in Dresden; 3.6.1977 Israel; oo Bracha Groszberger

Ester Sojcher *1921in Dresden; oo Arieh Mandel

Max Markus Sojcher *5.2.1923 in Dresden; ✡ vor 1945 in Polen

Leon Osias Sojcher *21.3.1934 in Dresden; ✡ vor 1945 in Polen

Beruf  

Adressen Kolomea; Dresden; Urfeld;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

16.8.1934 Klara Sojchervon Dresden zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

192.1935 Klara Sojcher abgemeldet aus Urfeld nach Dresden

Polenaktion

28.10.1938 die Eltern Paja und Jonas Sojcher sowie die Brüder Moritz, Max und Leo ausgewiesen nach Zbaszyn

August-Oktober 1939 Auflösung des Lagers in Zbaszyn; die Eltern sowie die Brüder Moritz, Max und Leo gehen nach Kolomea

Alija

2.7.1939 Ankunft von Chaja Sojcher auf der SS LAS PERLAS in Haifa

Nachkriegszeit

Bruder Schmuel Sojcher wird Brigadegeneral der IDF

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de581699

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de542754

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de581693

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de542735

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1562783

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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