
Fanny Siegfriede Sternschein
*22.5.1915 in Berlin;✡ ?
Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos
Religion jüdisch
Vater Sternschein; ✡
Mutter unsicher Klara Sternschein geb. Engel *21.6.1881 in Husiatyn; ✡ vor 1944 in Majdanek
Geschwister
John Sternschein *25.12.1912 in Berlin; ✡ vor 1944 in Majdanek
Beruf
Adressen Berlin; Hannover; Urfeld;

Heirat Hermann Schleisner *25.4.1915 in Hannover
Kinder –
Gad Schleisner *10.2.1941 in Haifa
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
20.2.1936 Fanny Sternschein von Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
23.2.1937 Fanny Sternschein abgemeldet aus Urfeld nach Hannover
1937 Heirat in Hannover
25.3.1937 Ausstellung eines deutschen Passes nach Heirat für Siegfriede Schleisner
Alija
194.1937 Ankunft von Fanny Sternschein und Hermann Schleisner in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/L
28.7.1941 Einbürgerung des Ehepaars Schleisner in Palästina
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History