Tager Lotte

Lotte Lyba Tager

*1.5.1912 in Chrzanow/Kolomea;✡ 1988

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Josef Tager *13.3.1885 in Kolomea; ✡  

Mutter Hudie Adele Tannenzapf *10.4.1890 in Kolomea; ✡  

Geschwister

Meinhard Tager *12.9.1910 in Kolomea; vor 1945 in Polen; oo Julia Grünewald (*1907)

Cousin(?)Mechel Tager *17.10.1910 in Delatyn; Hachschara in Berlin Hermsdorf

Beruf  –

Adressen Chrzanow; Essen; Urfeld; Düsseldorf

Heirat 19.1.1941 in Haifa Robert Michel *17.3.1915 Kreuznach; ✡7.2.1991 in Haifa

Kinder

Weiterer Lebensweg

2.11.1932 Passausstellung für Lotte Tager in der polnischen Botschaft Essen

26.4.1935 Passausstellung für Robert Michel in Essen

Hachschara in Urfeld

18.10.1934 Lotte Tager von Essen zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

24.5.1935 Lotte Tager abgemeldet aus Urfeld nach Düsseldorf

2.11.1935 Lotte Tager wieder angemeldet in Urfeld

Alija

11.12.1935 Lotte Tager abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

23.12.1935 Ankunft von Lotte Tager in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

5.8.1936 Ankunft von Robert Michel in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

Polenaktion

28.10.1938 beide Eltern sowie Bruder Meinhard mit Frau und Tochter Ruth (*1935) ausgewiesen aus Essen nach Zbaszyn

Februar 1941 Bruder Meinhard aus der Ukraine ins Innere der USSR deportiert

19.1.1941 Heirat in Haifa mit Robert Michel

Nachkriegszeit

Suchanzeige von Schwager Walter Grünewald

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981064

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981059

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de981061

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de2031591

https://gedenkbuch.saarbruecken.de/gedenkbuch/personen_detailseite/person-7669

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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