Weisz Alice

Alice Weisz

28.11.1915 in Budapest; ✡ 12.4.1988

Staatsangehörigkeit Ungarn

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf Landarbeiterin

Adressen Budapest; Berlin; Urfeld;

Heirat 1.2.1942 Markus „Mirtel“ Tenzer *21.4.1917 in Laufersweiler

Scheidung 7.11.1946

Kinder

Ilana Tenzer *20.12.1940 in Afula; ✡ 2000

Weiterer Lebensweg

13.7.1929 Ausstellung eines Pass für Alice Weisz in der ungarischen Botschaft in Berlin

Hachschara in Urfeld

31.8.1934 Alice Weisz aus Berlin kommend mit Markus Tenzer aus Laufersweiler zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Alija

9.12.1935 Alice Weisz und Markus Tenzer gemeinsam abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

23.12.1935 Ankunft von Alice Weisz und Markus Tenzer auf der SS GALILEA beide mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

30.8.1937Ankunft von Schwager Hans Tenzer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

5.5.1942 Einbürgerungsantrag für Alice Tenzer

5.5.1942 Einbürgerungsantrag für die Tochter Ilana Tenzer

Nachkriegszeit

7.11.1946 Scheidung von Markus Tenzer

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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