
Max Wildfogel/ Moshe Meron
*15.5.1922 in Hannover; ✡ 15.5.1990 in KFA Giladi
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Abraham Jakob Wildfogel *28.12.1878 in Warschau; ✡vor 1945 in Polen
Mutter Rosa Zanger *17.1.1880 in Warschau; ✡vor 1945 in Polen
Geschwister
Esther Wildfogel *7.10.1902 in Warschau
Jitzchak Dov Wildfogel *1904 in Warschau; ✡1932 in Paris
Rivka Regina Wildfogel *19.6.1907 in Warschau; ✡1943 in Lyon
Israel Rudolf Wildfogel *17.7.1912 in Warschau
Beruf –
Adressen ; Urfeld;
Heirat Tamar Triger
Kinder
Weiterer Lebensweg
5.5.1922 Geburt im Jüdischen Krankenhaus Hannover
März 1937 Ausstellung eines Pass in der polnischen Botschaft Hamburg
Hachschara in Urfeld
17.4.1937 Max Wildfogel aus Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
Polenaktion
28.10.1938 Ausweisung der Eltern aus Hannover nach Zbaszyn

Offizieller Eintrag in der Einwohnermeldekartei der Stadt Hannover: 24.10,1938 abgemeldet nach Warschau
Alija
23.2.1938 Max Wildfogel abgemeldet aus Urfeld nach Hannover
27.3.1938 Ankunft von Max Wildfogel in Haifa mit dem Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)
20.8.1941 Eintritt als Fahrer in die Royal Army
23.8.1944 Einbürgerung in Palästina
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History