Kuropatwa Fritz

Fritz Peretz Kuropatwa

*12.2.1920 in Osterode, Ostpreußen; ✡ 12/1992 In Petah Tikwa Israel

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Louis Kuropatwa

Mutter Theresa Ratkowski *7.5.1886 in Kulmsee ✡  vor 1945 im Ghetto Lodz

Geschwister

Heinz Kuropatwa *7.12.1912

Elli Esther Kuropatwa *25.6.1914; oo Katz

Beruf

Adressen Osterode bei Allenstein; Dortmund; Havelberg;

Heirat Miriam Bachar *1923 in Hebron ✡  ?

Kinder vier

Bracha Keni *2.4.1941-1944 in Herzlya

Weiterer Lebensweg

1900 Vater zieht nach Köln

Waldgehöft Havelberg

Belegungsliste Havelberg Juni 1937
Belegungsliste Havelberg Dezember 1937

15.1.1937 Fritz Kuropatwa als Mitglied im Hechaluz aus Dortmund zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Im Novemberpogrom 1938 wird das Gehöft verwüstet. Die jungen Männer über 17 Jahre werden ins örtliche Polizeigefängnis gebracht.

Verhaftet wurden der Leiter Richard Horn und Madrich Werner Weitzfelder sowie die Chalutzim Heinz Budwig, Herbert Gotthilf, Gross Walter, Lutz Rosenberg, Norbert Klein, Arno Lewy, Leo Lippmann, Janus Nadler, Heinrich Stern, Günter Timendorfer, Heinrich TimendorferLudwig Weiss.

Die Chaluza Annette Eick berichtet:

»Die Frau unseres Leiters (Johanna Horn) war auf der Farm geblieben und stand vor der Entbindung. Das Kind blieb im Bauch, sie hat furchtbar gelitten und ist daran gestorben.«

Johanna Horn ist auf dem jüdischen Friedhof unweit vom Waldgehöft begraben.

12.11.1938 Entlassung der älteren Chaluzim aus dem Polizeigefängnis.

Dezember 1938 Viele aus der Haft Entlassene gehen zum Hachschara-Trainingskurs im Lager Schlosshofstraße in Bielefeld zusammen mit der aus Buchenwald entlassenen Gruppe aus Ellguth

Alija

Alija von Fritz Kuropatwa zu einem unbekanntem Zeitpunkt

Nachkriegszeit –

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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