Rosen Hans

Hans Gideon Rosen

*23.2.1917 in München-Gladbach; ✡ ? Bolivien

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Rosen *25.4.1868 in Gladbach; ✡ 5.2.1943 in Auschwitz

Heirat der Eltern 24.8.1894 München-Gladbach

Mutter Julie Rose *15.2.1881 in Rheydt; ✡ ?

Geschwister

Alfred Rosen *30.5.1895 in München-Gladbach; ✡ 5.10.1915

Dorothea Rosen *10.5.1896 in München-Gladbach; ✡ 23.1.1935 in Amsterdam

Erna Rosen *12.12.1898 in München-Gladbach; ✡?;

Berta Rosen *4.1.1900 in München-Gladbach; ✡?;

Julie Rosen *? in München-Gladbach; ✡?;

Else Rosen *13.1.1906 in München-Gladbach; ✡5.2.1943 in Auschwitz; oo David Kremer

Arthur Rosen *26.1.1908 in München-Gladbach; ✡ 14.8.1942 in Auschwitz;

Nichten

Inge (*1931) und Dorothea (*1935) Kremer

Beruf Gärtnerpraktikant

Adressen München-Gladbach; Augsburg Armenhausgasse;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Erster Weltkrieg

5.10.1915 Bruder Alfred Rosen als Soldat der 11. Kompanie des Infanterie-Regimentes 97

Hachschara im Beth Chaluz Augsburg

Hans Rosen zur Hachschara als Gärtnerpraktikant nach Augsburg in das Beth Chaluz in die Friedberger Straße 9, dann in der Armenhausgasse B 121 a  (21), Träger war der Hechaluz; das Beth Chaluz befand sich bis 1937 in der Bernheimer-Villa in der Friedberger Straße 9; von Augsburg gingen viele Jugendliche auf das Hachschara Gut Bannacker in Augsburg-Bergheim, der Hechaluz betrieb dort in Haus drei eine landwirtschaftliche Ausbildung

Novemberpogrom

10.11.1938 33 Chaluzim verhaftet in Augsburg im Novemberpogrom, Hans Rosen mit insgesamt 28 über 18- Jährigen Chaluzim aus dem Wohnheim für jüdische Auszubildende in der Armenhausgasse, „Schutzhaft“ in Dachau; Häftlingsnummer 21200

8.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau mit der Auflage, Deutschland zu verlassen

5.4.1939 die fünf Chaluzim Hans Bandmann, Fritz Laufer, Heinrich Kampf, Albert Neuner und Hans Wessely aus dem Beit Chaluz Augsburg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

14.1.1939 Hans Rosen von München-Gladbach nach Amsterdam

Deventer Vereniging

Hans Rosen schließt sich der „Deventer Vereniging tot Vakopleiding“ an, Einzelhachschara bei Bauern in Hengelo, Delft, Zelhem, Wisch

23.4.1942 nach Amsterdam

Onderduiker

Juli 1942 erste Massendeportationen über Kamp Westerbork nach Auschwitz

15.7.1942 Verhaftung des Bruders Arthur in Amsterdam; mit dem Zug nach Hooghalen; Fußmarsch ins Kamp Westerbork; dort erfolgt nur eine Registrierung; zurück nach Hooghalen; Deportation des Bruders Alfred nach Auschwitz

Anfang August Verhaftung des Schwagers David Kremer

7.8.1942 Schwager David Kremer über Westerbork nach Auschwitz

Die Eltern und Schwester Else mit beiden Töchtern gehen ins Versteck, werden aber gefasst und am 27.1.1942 als Strafgefangene in das KL Vught eingewiesen

1942 Hans Rosen geht ins Versteck, vermutlich in Delft

Westerbork

26.1.1943 Eltern und Schwester Else mit beiden Töchtern in das Sammellager Hollandsche Schouwburg in Amsterdam

28.1.1943 Verlegung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

2.2.1943 als Strafgefangene müssen die Eltern und Schwester Else mit beiden Töchtern auf den nächsten aus Westerbork abgehenden Transport nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Hans Rosen überlebt die Besatzung im Versteck

4.8.1945 nach Kriegsende in Delft gemeldet

1946 nach Utrecht und Amsterdam

Suchanzeige von Schwester Julie Rosen in La Paz

Emigration nach Bolivien

4.11.1947 Hans und Schwester Berta Rosen abgemeldet aus Amsterdam nach La Paz in Bolivien

Gedenken

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Rosen%20Hans%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10737969

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130365081

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130365084

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/131805650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429448

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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