Moses Gerhard

Gerhard Moses

*25.6.1914 in Berlin; ✡ 31.1.1990 Kiriat Bialik

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Karl Moses; ✡ ?

Mutter  ?

Mischehe der Eltern

Geschwister ?

Beruf Gärtnerpraktikant

Adressen Berlin, Schmidstraße 3; Stuttgart, Gartenstraß 30;

Heirat Edith *1921; 2005

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara im Beth Chaluz Stuttgart

Gerhard Moses zur Hachschara ins Beth Chaluz Stuttgart.

Seit Mitte der 1930er Jahre befand sich im Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde Stuttgart in der Gartenstraße 30 ein Lehrlingsheim, auch Beth Chaluz genannt.

Stuttgart, Gartenstraße 30

1937/1938 war hier Martin Studinski Madrich; zuvor im Kibbuz Jägerslust und Urfeld

Novemberpogrom

10.11.1938 Martin Studinski in Stuttgart, Gartenstraße 30 mit einer Gruppe von acht dort wohnenden etwa gleichaltrigen Juden aus ganz Deutschland verhaftet (Kibbuz-Wohngemeinschaft); sie werden ins Polizeigefängnis in der Büchsenstraße gebracht

13.11.1938 Internierung im KL Dachau, Häftlingsnummer 24189

23.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau

Minderheitenzählung

17.5.1939 Gerhard Moses in Berlin, Schmidstraße 3

Alija

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4

12.10.1939 Bahnfahrt von Gerhard Moses ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Gerhard Moses in Athlit;

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Er gibt Kurt Nikolai Kontaktadresse an

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10711858

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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