Blumenfeld Etla

Etla Blumenfeld geb. Linzer

*13.9.1913 in Tarnow; ✡1945

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater unbekannt Linzer; ✡ ?

Mutter unbekannt Linzer; ✡ ?

Geschwister unbekannt Linzer

Beruf Landarbeiterin

Adressen Berlin, Veteranenstraße 18; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Aron Hirsz Blumenfeld *26.11.1913 in Rava Ruska, Galizien; ✡ 16.7.1991 Melbourne

Kinder

Weiterer Lebensweg

Erste Polenaktion

28.10.1938 Schwägerin Mali mit ihrem Vater Moses abgeschoben aus Chemnitz nach Zbaszyn

Gut Winkel

Ettla und Aron Blumenfeld zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Ettla und Aron Blumenfeld in Gut Winkel, Spreenhagen

Zweite Polenaktion

7.9.1939 Anweisung des RSHA, alle polnischstämmigen Juden und Funktionäre polnischer Verbände als feindliche Ausländer zu verhaften.

11.9.1939 Etla Blumenfeld zu dreimal täglicher Meldung verpflichtet

11.9.1939 Ehemann Aron Blumenfeld verhaftet in Fangschleuse, Grünheide

„Schutzhaft“ ins Polizeigefängnis in Potsdam

17.10.1939 überstellt in das KL Buchenwald; „Judenblock“ 22; Arbeit im Krankenrevier

10.10.1940 Arbeitskommando 18 Fuhrkolonne I

8.5.1942 Arbeitskommando 44 Maurer SS-Unterkunft, Baukolonne II

10.10.1944 Arbeitskommando 45 „SS-Lazarett Weimar“

15.10.1944 Arbeitskommando 71 DAW Tischlerei, SS-Betrieb

8.3.1945 Arbeitskommando 45 „SS-Lazarett Weimar“

Das Ende von Buchenwald

5.4.1945 Himmlers Befehl zur Evakuierung von Buchenwald (47500 Häftlinge);

6.-10.4.1945 Die SS beginnt mit der Evakuierung des Konzentrationslagers; etwa 28.000 Häftlinge des Stammlagers und mindestens 10.000 Häftlinge der Außenlager werden auf insgesamt 60 Marschrouten – meist zu Fuß – auf die Todesmärsche getrieben, 12000 (Schätzung) kommen auf diesen Märschen um.

11.4.1945 Befreiung durch das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision

7.5.1945 Entlassung von Aron Blumenfeld aus Buchenwald durch Beschluss einer alliierten Kommission

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

27.2.1943 Räumung des Arbeitseinsatzlagers Gut Winkel; Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.

2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:

„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“


2.3.1943 Etla Blumenfeld auf dem 32.Osttransport von Berlin nach Auschwitz

30.10.1944 Etel Blumenfeld von Auschwitz nach Flossenbürg, Außenlager Willischthal

In Willischthal ist nur ein Todesfall dokumentiert wegen verweigerter Blinddarm-Operation

13.4.1945 Transport der Frauen aus Willischthal nach Theresienstadt

Tod von Etla Blumenfeld 1944 oder 1945

Nachkriegszeit

3.1.1946-27.5.1947 Aron Blumenfeld in Frankfurt

9.4.1946 im DP Center Frankfurt

1991 Tod von Aron Blumenfeld in Melbourne

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/5179990

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11208471

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/71068229

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11058054

https://victims.auschwitz.org/victims

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1037104

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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