Fischman Aron

Aron Arno Fischmann

*4.6.1911 in Losice ; ✡

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Ascher Aizik Fischman *1875 in Losice; ✡ 1943 in Auschwitz

Mutter Frida Gitel Mandelbaum *1886 in Siedlice; ✡ 1943 in Auschwitz

Großvater Aron Fischman *1879 in Dubno; 1942 in Dubno; oo Liba

Geschwister

Chaim Berl Fischman *1908 in Losice; vor 1945; oo Pesia Radoschinski

Chaja Tzwia Fischman *1913 in Losice; 1941 in Warschau

Beruf Glaser

Adressen Losice

Heirat Brendel

Kinder

Frida Fischman *1946

Weiterer Lebensweg

Arno Fischmann Mitglied, Chawer der Werkleute

Zbaszyn

3.12.1938 Arno Fischmann aus Zbaszyn an Elieser Liebenstein in Tel Aviv:

„Wir haben hier einen Waad gebildet: Elek Stern, Dada Pick, Max Schliesser, Oskar Händler und ich, der laufend A.–H [Allgemeines Hilfs-Komitee für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland in Polen, KB] und Alijaangelegenheiten erledigt. […] Vom Lager zu berichten, ist eine grundtraurige und unerquickliche Angelegenheit, so dass ich ihr nicht gerne nachkomme. Der Rahmen wird auf allen diesen Lagern derselbe sein. Baracken, Notwohnungen, Feldküchen, schlechte Organisation, Kleiderverteilung und eine trostlos verzweifelte Stimmung einiger Tausend Menschen, die zur Untätigkeit verurteilt sind.“

Massendeportation nach Sibirien

1940 werden die nach Lemberg geflohenen polnischen Juden von den Sowjets genötigt, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen und auf Stalin zu schwören. Bei Ablehnung erfolgte die Deportation aus dem russisch besetzten Ostpolen nach Sibirien

Februar 1940 bis Juni 1941 Massendeportationen von 330.000 Polen in vier Wellen nach Sibirien und Zentralasien, u.a. 40000 Menschen in das Arbeitslager Workuta in Sibirien

Mai bis Juni 1940 Dritte Welle der Deportationen vor allem polnischer Flüchtlinge und Juden

1941 Registrierung in Taschkent, Usbekistan

Nachkriegszeit

9.6.1946 in DP-Camp Nr 678 in Lörrach, Baden

Alija

17.9.1949 Ankunft von Aron, Brendel und Frida Fischman auf der SS THEODOR HERZL in Haifa

Gedenken

1956 42 Pages of Testimony  für seine Eltern, Verwandte und Freunde von Aharon Fischman

Quellen

Yad Tabenkin Archive (YTA), 15–106–4–1: Brief von Arno Fischmann an Elieser Liebenstein,

Zbaszyn, (03.12.1938).

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/67056539

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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