Bober Margot

Margot Kuttner

*4.11.1916 in Berlin; ✡März 1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Julius Kuttner *20.9.1885 in Kosmin; ✡ 12.1.1943 in Auschwitz

Mutter Rosalie Dattel *29.1.1877 in Wreschen; ✡ 1942 in Riga  

Geschwister

Helmut Kuttner *4.9.1910 in Koschmin; ✡4.3.1943 in Auschwitz

Beruf Kontoristin

Adressen Berlin, Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 14; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Ferenc Berliner *17.7.1913

Gerhard Bober *13.3.1914 in Berlin; ✡ 1943 Auschwitz

Kinder

Eins mit Berliner

Weiterer Lebensweg

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Gerhard und Margot Bober in Berlin, Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 14

Gut Winkel

1941 Margot und Gerhard Bober zum Arbeitseinsatz in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

Fabrikaktion

November 1942 in Kraft tretendes Gesetz: „Alle im Reich gelegenen Konzentrationslager sind judenfrei zu machen und sämtliche Juden sind nach Auschwitz und Lublin zu deportieren.“

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

1943 Margot und Gerhard Bober wohnhaft Berlin Charlottenburg, Chodowieckistraße 7 bei Grünberg; mit Ursel Grünberg (17.11.1920)

27.2.1943 Verhaftung der noch in kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“, z.T. direkt am Zwangsarbeitsplatz und in das Sammellager ehemaliges jüdisches Altenheim Große Hamburger Straße 26 verbracht

1.3.1943 Margot Bober auf dem 31. Osttransport von Berlin nach Auschwitz; von den Deportierten 1736 Juden werden nur 677 jüdische Häftlinge als arbeitsfähig in die „Lagerstärke“ genommen, davon 292 Männer und 385 Frauen 1059 Männer, Frauen und Kinder werden in die Gaskammer geführt.

6.3.1943 Gerhard Bober mit Ursel Grünberg auf dem 35. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Tod von Margot und Gerhard Bober in Auschwitz

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/80920336

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/5560955

https://victims.auschwitz.org/victims

https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/28

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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