Plotek Heinrich

Heinrich Henoch Arthur Aron Plotek

*10.8.1925 in Leipzig; ✡ ?

Staatsangehörigkeit polnisch;staatenlos

Religion jüdisch

Vater Willy Isaak Plotek *1.4.1888 in Koluszek; ✡ 21.2.1940 in Sachsenhausen

Mutter Jachel Gitla Klein *17.12.1889 in Sochatschew; ✡ ? vor 1945

Geschwister

Josef Plotek *22.10.1921 in Leipzig; ✡

Beruf Landarbeiter

Adressen Leipzig Nordstraße 27; Hamburg Blankenese, Steubenweg 36; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

August 1931 bis 1940 Heinrich Plotek in Leipzig, Jakobstraße Nr 7; hier befand sich ein Jüdisches Kinderheim

Erste Polenaktion

28.10.1938 Abschiebung der Eltern nach Zbaszyn

Frühjahr 1939 Rückkehr der Eltern nach Leipzig

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Heinrich Plotek in Leipzig, Nordstraße 27 mit beiden Eltern und Bruder Josef

1939 Mutter im Staatspolizeilager in Nürnberg-Langwasser

30.7.1939 Mutter erneut abgeschoben

Sommer 1939 Bruder Josef Plotek nach England

Zweite Polenaktion

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

7.9.1939 Anweisung des RSHA, alle polnischstämmigen Juden und Funktionäre polnischer Verbände als feindliche Ausländer zu verhaften.

7.9.1939 FS-Erlass des Chefs der Sicherheitspolizei (SD) Himmler

7-9.9.1939 Anordnung per Funkspruch Juden mit polnischen Wurzeln als feindliche Ausländer zu verhaften

11.9.1939 Vater Willy verhaftet

15.11.1939 Einweisung des Vaters in das KL Sachsenhausen

21.2.1940 Tod des Vaters in Sachsenhausen

Hachschara in Hamburg

1940 Heinrich Plotek zur Hachschara im Kibbuz Schachal, Hamburg Blankenese, Steubenweg 36

13.8.1940 Passausstellung in Hamburg

Bis 15.10.1940 im Kibbuz ‚Ein Chaim‘, Blankenese Rissener Landstraße 127

Gut Winkel

15.10.1940 Heinrich Plotek zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager oder Forst-und Ernteeinsatzlager“

Handschriftliche Notiz Jugosl.

Alija

Alia von Heinrich Plotek nach Palästina über Jugoslawien, Zeitpunkt unbekannt

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de944978

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de944975

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4125719

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11207074

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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