Pinner Siegbert

Siegbert Pinner

*26.2.1911 in Berlin; ✡ 1989

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Max Pinner *18.12.1878 in Flatow; ✡ 29.10.1942 in Riga

Heirat der Eltern 7.4.1910

Mutter Else Skurnik *2.3.1880 in Posen; ✡ 10.11.1942 in Berlin

Geschwister

Wilhelm Heinz Pinner *21.8.1914 in Berlin; ✡14.11.1979 Kibbuz Alonim; oo Toni Goldenberg

Kinder drei

Beruf Landarbeiterin

Adressen Berlin, Raabestraße 10; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Ruth Pinner*18.8.1915; ✡19.6.1995

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Prenzlauer Berg, Raabestraße 10

Berlin – Riga

19.10.-22.10.1942 21. Osttransport von Berlin nach Riga

26.10.-29.10.1942 Vater Max Pinner auf dem 22. Osttransport von Berlin nach Riga

Beide Oktobertransporte aus Berlin im Hochwald von Bikernieki bei Massenerschießung ermordet

10.11.1942 Tod der Mutter Else in Berlin (Suizid?)

Gut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

12.10.1939 Bahnfahrt von Siegbert Pinner ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Siegbert Pinner in Athlit; er gibt Dr. Martin Krein, Berlin als Referenz an , als Gemeindeältesten Rabbi Alexander (Dokument D/1286/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit; als Kontaktadresse gibt er seinen Bruder Heinz Pinner an

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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