Poczter Vera

Vera Poczter

*29.11.1917 in Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Jan Jacob Poczter *12.10.1890 in Alt Dzikow; ✡ ?

Mutter Nanny Singermann *10.12.1893 in Berlin; ✡ ? vor 1945 in Auschwitz

Geschwister

Ingelore Poczter *29.4.1922 in Berlin

Beruf Landarbeiterin; Köchin

Adressen Berlin Salzburgerstraße 8; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat 14.12.1938 in Berlin Martin Jakob Kwilecki *17.7.1910; 20.6.1981 San Diego

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Polenaktion

Vor Gut Winkel war Vera Poczter als Köchin in der Großküche Auguststraße in Berlin; in der Auguststraße 14-16 (zuvor jüdischer Krankenhausbau) war eine koschere Kindervolksküche eingerichtet. Hieraus entstand das Jüdische Kinderheim AHAWAH; nebenan in der Auguststraße 11-13 befand sich die Jüdische Mädchenschule.

Gut Winkel

1935/36 Vera Poczter zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.9.1936 Vera Poczter auf der Abmeldeliste des Gut Winkel; abgemeldet am 28.9.1936 nach Berlin, Salzburgerstraße 8

Mai 1936 Martin Kwilecki abgemeldet aus Berlin nach Paraguay

7.6.1936 Martin Kwilecki abgemeldet aus Berlin nach Arbentinien

14.12.1938 Heirat in Berlin mit Martin Jakob Kwilecki

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern, Schwester Ingelore in Berlin Fredericiastr. 15

Flucht nach Shanghai

1939 Martin Kwilecki im Jüdischen Adressbuch von Shanghai

Nachkriegszeit

7.4.1947 Ankunft von Vera und Martin Kwilecki in San Francisco

21.2.1949 Antrag auf Einbürgerung als US Citizen in San Francisco

1.4.1950 Vera und Martin Kwilecki in Chicago beim US Census

21.12.1954 Einbürgerung von Vera und Martin Kwilecki als US Citizen

Gedenken

–

Quellen

https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/78

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My