Heymann Erich

Erich Heymann

*4.5.1918 in Freiburg; ✡ in Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Otto Heymann *31.12.1893 in Kamen; Sachsenhausen; Theresienstadt; ✡1.2.1955 Haifa

Heirat der Eltern 25.4.1921 in Gemmingen

Mutter Karolina Vollweiler *3.3.1886 in Berwangen; Theresienstadt; ✡7.12.1964 in Haifa

Geschwister

Ilse Heymann *17.6.1922 in Dortmund; ✡ 8.1.1986 in Beit Yitzak; oo Ernst Aronade; oo Rolf Elsberg

Beruf Landarbeiter

Adressen Freiburg; Dortmund, Herner Straße 1; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Schwester Ilse Mitglied im Makkabi Dortmund

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Otto verhaftet und in der Steinwache eingesperrt;

15.12.1938 Vater aus „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen entlassen

Gut Winkel

1.4.1938 Erich Heymann zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied bei den Werkleuten

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 Erich Heymann auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Sonderhachschara SH 1  

Aufgrund der Mitteilung von Schwester Ilse über seine illegale Alija beth im Jahre 1939, der vorhandenen Passagierlisten der SH 2, 4, 5 und 7 und der biografischen Rahmendaten darf als wahrscheinlich seine Teilnahme an der SH1 unterstellt werden.

SH-1 Gruppe vor der Abreise in Ahrensdorf März 1939
v.l.  Werner Treufeldt, Georg Cohen, Lieselotte Lilo Stern
zwei weitere ua. „Franzek“/Heinz Goldmann

März 1939 per Bahn zu einem jugoslawischen Hafen, per Schiff nach Palästina.

März 1939 eine erste Alija beth Gruppe von einer Gruppe Chawerim aus Gut Winkel, Ahrensdorf und Schniebinchen in Wien einem Sammeltransport angeschlossen, die ab Spalato, Jugoslawien auf einem kleinen Seeschiff „Dora“ nach etwa 10-tägiger Fahrt unbehindert in Palästina landete; sogenannte erste illegale Sonderhachschara SH1

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern und Schwester Ilse in Dortmund, Herner Straße 1; Erich Heymann nicht mehr registriert

Palästina Census

1940 Erich Heymann im Hakibutz Ha’arzi

Schwester Ilse Heymann

9.8.1939 Werkdorp Wieringen, Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen)

Dort lernt sie ihre beiden Ehemänner Günther Aronade und Rolf Elsberg kennen

Der weitere Weg führt Ilse Aronade über Westerbork, Drancy, Auschwitz, Ravensbrück bis zur Befreiung mit den Weißen Bussen nach Schweden

Die Eltern werden in Theresienstadt befreit.

Nachkriegszeit

1.8.-31.8.1945 Vater Otto im Sanatorium Rusel, Urlading

19.8.1945 Registrierung der Eltern im DP-Camp Deggendorf

1.9.1945 Vater Otto in der Lungenheilstätte Kostenz, Perasdorf

Juli 1945 Ilse von Schweden für ein halbes Jahr nach Amsterdam

25. 1.1946 Ankunft von Ilse in Palästina

25.1.1949 Emigration der Eltern nach Palästina

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

Heymann Ilse

Ilana

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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