Guthaner Hans

Hans Leo Guthaner

*28.5.1905 in Zabrze/ Hindenburg; ✡1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Felix Guthaner; ✡ ?, vor 1939 verstorben

Mutter Natalie Förster *29.2.1884 in Beuthen; ✡1943 in Auschwitz

Geschwister

Ernst Guthaner *10.12,1910 in Zabrze; ✡vor 1945 in Polen

Beruf Jurist, Referendar, Dr. jur.; Sekretär

Adressen Zabrze/ Hindenburg; Berlin; Gut Winkel, Spreenhagen; Radinkendorf

Heirat 1935 in Berlin Anita Rosa Czwiklitzer *5.7.1908 in Berlin; ✡1943 in Auschwitz

Kind

Felix Gösta Guthauer *5.4.1938 in Berlin; ✡1943 in Auschwitz

Weiterer Lebensweg

Jurastudium in Heidelberg und Berlin

Gut Winkel

3.7.1939 Hans Guthaner als Sekretär in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Hans, Anita und Gösta Guthaner in Berlin Tempelhof, Berliner Straße 28 a

17.5.1939 Mutter Natalie Guthaner in Berlin, Mommsenstraße 55; hier befand sich zuvor die Pension Schwalbe von Alfred und Nelly Schwalbe; zuletzt Judenhaus für 112 zwangseingewiesene Juden

September 1939 Hans Guthaner auf der Liste des Landrates Kreis Beeskow-Storkow für das Gut Winkel

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Um­be­nen­nung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Mai bis September 1941 Auflösung der Hachscharalager Ahrensdorf, Jessen, Havelberg Gut Winkel; Verlegung der Chaluzim in das Lehrgut Neuendorf im Sande; nur ein kleiner Teil darf noch im Gut Winkel arbeiten, was auch zum Arbeitslager wird.

Radinkendorf

Das Ehepaar Guthaner geht in das Einsatzlager Radinkendorf, wo Hans als Heimsekretär eingestellt wird. Radinkendorf war ein bei Beeskow am 1.4.1940 neu eröffnetes „Jüdische Arbeitsheim“, das viele der 1940 aus dem Regierungsbezirk Schneidemühl ausgewiesenen Juden aufnehmen musste

29. Osttransport

19.2.43 Hans, Anita und Gösta Guthaner aus Radinkendorf sowie die Mutter Natalie Guthaner aus dem Judenhaus Berlin Mommsenstraße 55 auf dem 29. Osttransport nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212279

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot29.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1064309

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1064454

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1064570

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1064511

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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